Zum Inhalt springen
FM-Connect Chat

Hallo! Ich bin Ihr FM-Connect Chat-Assistent. Wie kann ich Ihnen helfen?

FM-Solutionmaker: Gemeinsam Facility Management neu denken

MSR- undSicherheitsgerätedokumentation

Facility Management: MSR » Betrieb » Dokumente » MSR- undSicherheitsgerätedokumentation

MSR- und Sicherheitsgerätedokumentation

MSR- und Sicherheitsgerätedokumentation

Mess-, Steuer- und Regelungssysteme (MSR) sowie Sicherheitseinrichtungen in Kälte- und Wärmepumpenkreisläufen sind für einen sicheren, effizienten und umweltverträglichen Betrieb unerlässlich. Diese Systeme gewährleisten eine ordnungsgemäße Druckregelung, Temperaturregulierung, Kältemittelverwaltung und Leckageprävention. Die deutsche Facility-Management-Praxis erfordert eine umfassende Dokumentation aller Kälteanlagen und Kühlsysteme gemäß DIN EN 378 Teile 2–4, VDI/BTGA 6044 sowie den einschlägigen DGUV- und EU-Klimaschutzvorschriften. Die folgende Übersicht fasst die obligatorischen und empfohlenen Dokumente zusammen, die für den sicheren Betrieb, die Inspektion und die Einhaltung der gesetzlichen Vorschriften von MSR- und Sicherheitseinrichtungen in Kälteanlagen erforderlich sind.

Die Dokumentation von MSR- und Sicherheitseinrichtungen in Kältekreisläufen bildet das regulatorische Rückgrat des technischen Facility Managements. Eine ordnungsgemäß geführte Dokumentation unterstützt die Betriebskontinuität, Energieeffizienz und Rechtssicherheit und ist somit ein Kernelement eines professionellen Facility Managements für alle Kälte- und Wärmepumpenanlagen in Deutschland.

MSR & Sicherheitsgerätedokumentation systematisch führen

Anlagendokumentation

Feld

Details

Dokumenttitel/-typ

Anlagendokumentation

Zweck und Umfang

Bietet umfassende technische Informationen zu Design, Komponenten, Verkabelung und Konfiguration des Kältesystems, einschließlich MSR und Sicherheitseinrichtungen. Gewährleistet die Rückverfolgbarkeit und Konformität mit den Installationsanforderungen der DIN EN 378-2.

Relevante Vorschriften/Normen

– DIN EN 378-2 (Sicherheits- und Umweltschutzanforderungen – Gestaltung, Bau, Prüfung, Kennzeichnung) – BetrSichV §§ 3, 14 (Pflicht des Arbeitgebers zum sicheren Betrieb von Geräten) – ArbSchG § 5 (Gefährdungsbeurteilung)

Schlüsselelemente

• Systemlayout, Komponentenliste und Steuerschemata • Elektrische Anschlussdiagramme und Schutzdetails • Inbetriebnahmeberichte und Kalibrierungsprotokolle • Art und Einstellungen von Steuer- und Sicherheitsgeräten (z. B. Druckschalter, Thermostate) • Kennzeichnung von Sensoren, Aktoren und Schaltungselementen

Verantwortlicher

Vom Installateur oder Inbetriebnahmeunternehmer erstellt, vom Facility Manager genehmigt und archiviert.

Praktische Hinweise

Dient als technische Referenz für Wartungs- und Systemprüfungen. Erforderlich für nachfolgende Sicherheitsprüfungen und Änderungsgenehmigungen. Muss nach jeder wesentlichen Systemänderung aktualisiert werden.

Erläuterung

Die Installationsdokumentation enthält im Wesentlichen alle Konstruktions- und Konfigurationsinformationen, die für den gesamten Lebenszyklus der Kälteanlage benötigt werden. Sie wird typischerweise bei der Inbetriebnahme erstellt und umfasst alles von Schaltplänen und Komponentenspezifikationen bis hin zu Steuerungseinstellungen und Kalibrierprotokollen. Durch die Einhaltung der Dokumentationsanforderungen der DIN EN 378-2 stellt diese Dokumentation sicher, dass die Anlage zum Zeitpunkt der Übergabe alle Sicherheits- und Umweltkriterien erfüllt. Darüber hinaus ermöglicht die jederzeitige Verfügbarkeit dieses Dokuments dem Facility Manager die Durchführung gründlicher Risikobewertungen gemäß ArbSchG und BetrSichV. Darüber hinaus liefert es Prüfern (wie TÜV-Ingenieuren oder BG-Auditoren) den Nachweis, dass die Installation und die Sicherheitseinrichtungen der Anlage den einschlägigen Normen entsprechen. In der Praxis ist die Installationsdokumentation unverzichtbar für die Fehlerbehebung, die Planung zukünftiger Änderungen und die Überprüfung, ob alle Änderungen während der gesamten Lebensdauer der Anlage den gesetzlichen Anforderungen entsprechen.

Rohrleitungs- und Instrumentierungs-Fließschema (R&I-Fließschema)

Feld

Details

Dokumenttitel/-typ

Rohrleitungs- und Instrumentierungsflussdiagramm (R&I-Schema)

Zweck und Umfang

Stellt die Zusammenhänge zwischen Rohrleitungen, Ventilen, Sensoren, Aktuatoren, Kompressoren und Sicherheitseinrichtungen im Kältekreislauf grafisch dar. Gewährleistet die Übereinstimmung mit der MSR-Logik und dem physischen Layout.

Relevante Vorschriften/Normen

– DIN EN 378-2 (Sicherheits- und Umweltanforderungen an Planung und Bau) – DIN EN ISO 10628 (R&I-Fließbildnormen)

Schlüsselelemente

• Darstellung von Kältemittel- und Kühlmittelkreisläufen • Symbole für Sensoren, Messstellen und Steuergeräte • Druck- und Temperaturüberwachungspunkte • Positionen von Sicherheits- und Absperreinrichtungen • Bezug zur Steuerungsarchitektur

Verantwortlicher

Vom Hersteller oder Systeminstallateur erstellt; bei der Inbetriebnahme vom Facility Manager validiert.

Praktische Hinweise

Wird für Wartung, Bedienerschulung und Systemoptimierung verwendet. Es muss der tatsächlichen Installation entsprechen und nach jeder Änderung der Rohrleitungs- oder Sensorkonfiguration aktualisiert werden.

Erklärung

Der Rohrleitungs- und Instrumentierungsplan ist im Wesentlichen die grundlegende Blaupause zum Verständnis der Funktionsweise des Kältekreislaufs. Er verknüpft die physischen Komponenten – Rohre, Ventile, Kompressoren, Wärmetauscher – visuell mit der Steuerinstrumentierung und zeigt, wie Sensoren und Aktoren in das System integriert sind. Dies ist entscheidend, um zu überprüfen, ob die MSR-Logik (Mess-, Steuer- und Regelungssequenzen) korrekt mit der tatsächlichen Hardware übereinstimmt, um einen sicheren und effizienten Betrieb gemäß DIN EN 378-2 zu gewährleisten. Beispielsweise zeigt der R&I-Plan deutlich die Platzierung von Sicherheitsvorrichtungen wie Überdruckventilen oder Not-Aus-Ventilen im Kreislauf, sodass diese bei Wartungsarbeiten oder in Notfallsituationen schnell identifiziert werden können. Die Genauigkeit und Aktualität des R&I-Plans dient auch der Compliance: Normen wie DIN EN ISO 10628 legen Wert auf Klarheit und Konsistenz solcher Schemata. Facility Manager verlassen sich auf diesen Plan, um Techniker zu schulen, Systemprobleme zu diagnostizieren und Änderungen zu planen – ohne ihn wären die Fehlerbehebung oder Notfallmaßnahmen erheblich erschwert.

Anlagenbuch für Kälteanlagen

Feld

Details

Dokumenttitel/-typ

Systemprotokoll für Kälte- und Wärmepumpensysteme

Zweck und Umfang

Protokolliert alle Betriebsdaten, Inspektionen, Wartungsmaßnahmen und Vorfälle im Zusammenhang mit der Kälteanlage und ihren Sicherheitseinrichtungen. Demonstriert die Einhaltung der DIN EN 378-4 und ermöglicht die Rückverfolgbarkeit der Wartung.

Relevante Vorschriften/Normen

– DIN EN 378-4 (Betrieb, Wartung, Reparatur und Wiederherstellung) – VDI/BTGA 6044 (Betriebsführung von Kühlwasserkreisläufen)

Schlüsselelemente

• Datum und Art der durchgeführten Inspektion oder Wartung • Gemessene Parameter (Drücke, Temperaturen, Ergebnisse der Dichtheitsprüfung) • Fehlerprotokolle, Vorfallberichte und Korrekturmaßnahmen • Überprüfung der Tests und Kalibrierungen der Sicherheitsvorrichtungen • Unterschrift des verantwortlichen Technikers für jeden Eintrag

Verantwortlicher

Wird während der Inbetriebnahme vom Installateur gewartet und anschließend zur kontinuierlichen Nutzung an den Betreiber (Facility Manager) übergeben.

Praktische Hinweise

Das Logbuch muss in der Nähe der Anlage (oder in einem Wartungssoftwaresystem) zugänglich bleiben. Es dient als Nachweis bei Konformitätsprüfungen oder Vorfalluntersuchungen und muss auf dem neuesten Stand gehalten werden.

Erläuterung

Das Anlagenbuch ist quasi das offizielle Tagebuch über Betrieb und Wartung der Kälteanlage. Es erfasst alle wichtigen Ereignisse – von Routineinspektionen und Dichtheitsprüfungen bis hin zu Störungen, Reparaturen und Eingriffen an den MSR-Komponenten oder Sicherheitseinrichtungen. Die Führung dieses Protokolls entspricht den Vorgaben der DIN EN 378-4 zu Betrieb und Wartung und gewährleistet den dokumentierten Nachweis der Einhaltung der vorgeschriebenen Prüfintervalle und -verfahren. So werden beispielsweise die regelmäßigen Dichtheitsprüfungen gemäß der F-Gase-Verordnung (EU-Verordnung 2024/573) inklusive der nachgefüllten und zurückgesaugten Kältemittelmengen dokumentiert und so die Einhaltung der Umweltvorschriften nachgewiesen. In der Praxis wird das Anlagenbuch häufig vor Ort (physisch in der Nähe der Anlage oder in einem digitalen Wartungssystem) geführt, damit Techniker Messwerte wie Drücke und Temperaturen sowie festgestellte Unregelmäßigkeiten sofort erfassen können. Diese historischen Aufzeichnungen sind sowohl für die interne Aufsicht als auch für externe Prüfungen von unschätzbarem Wert: Sicherheitsinspektoren, Versicherungsprüfer oder Umweltbehörden überprüfen sie, um zu bestätigen, dass die Anlage die Wartung gewissenhaft durchgeführt, alle Sicherheitsmaßnahmen eingehalten und die Kältemittel während der gesamten Lebensdauer des Systems verantwortungsvoll verwaltet hat.

Betriebstagebuch für Kaltwasseranlagen

Feld

Details

Dokumenttitel/-typ

Anlagenprotokoll für Kühl- und Kaltwasserkreisläufe

Zweck und Umfang

Überwacht die Leistung des Kühlkreislaufs, die Wasserqualität und den Systemzustand, um einen effizienten und hygienischen Betrieb gemäß den Richtlinien VDI/BTGA 6044 sicherzustellen.

Relevante Vorschriften/Normen

– VDI/BTGA 6044 (Betriebsführung und Dokumentation von Kühlanlagen)

Schlüsselelemente

• Kühlwasserparameter (z. B. pH-Wert, Leitfähigkeit, Temperatur) • Wartungsaufzeichnungen für Pumpen, Ventile, Wärmetauscher und Steuergeräte • Anpassungen an MSR-Sollwerten oder Regelparametern • Alarmereignisse und Fehlerbehebungen • Flüssigkeitsaufbereitung, -austausch und Korrosionsschutzmaßnahmen

Verantwortlicher

Die Wartung erfolgt durch den Systembetreiber (häufig den Facility Manager oder einen beauftragten Techniker); die Konformität und Leistung werden regelmäßig vom Facility Manager überprüft.

Praktische Hinweise

Unterstützt die vorausschauende Wartung und Optimierung der Energieeffizienz. Wird häufig bei jährlichen Inspektionen und Hygieneaudits benötigt, um eine ordnungsgemäße Wasseraufbereitung und Systemverwaltung nachzuweisen.

Erläuterung

Zusätzlich zum Kälteanlagenprotokoll bietet ein spezielles Anlagenprotokoll für Kühl- und Kaltwasserkreisläufe einen Überblick über die thermische Leistung und Wasserqualität des Systems. Dies ist besonders relevant für HLK-Systeme mit Kaltwasserkreisläufen, Kühltürmen oder Verdunstungskühlern, bei denen Faktoren wie Wasserchemie und -temperatur einen direkten Einfluss auf Effizienz und Hygiene haben. Durch Befolgen der Dokumentationspraktiken von VDI/BTGA 6044 stellt das Protokoll sicher, dass Parameter wie pH-Wert, Leitfähigkeit und Temperatur des Wassers regelmäßig gemessen und innerhalb akzeptabler Bereiche gehalten werden und dass Wartungsaufgaben (z. B. Reinigen von Sieben, Kalibrieren von Reglern oder Aufbereiten von Wasser zur Vermeidung von Korrosion und Biofilmbildung) detailliert aufgezeichnet werden. Für den Facility Manager ist dieses Protokoll ein wichtiges Instrument zur vorausschauenden Wartung : Trends in den Daten können vor Problemen wie Ablagerungen, Verschmutzungen oder Leistungseinbußen warnen und so proaktive Eingriffe ermöglichen, bevor größere Probleme auftreten. Darüber hinaus dient das Anlagenprotokoll bei jährlichen Inspektionen oder Gebäudezertifizierungen als Nachweis für die sorgfältige Verwaltung des Kühlsystems. Es zeigt eine transparente Dokumentation der vorgenommenen Anpassungen, der Reaktionen auf Alarme und der routinemäßigen Wartung, die sowohl für die Einhaltung gesetzlicher Vorschriften als auch für einen optimalen Betrieb von entscheidender Bedeutung ist.

Betriebsanleitung

Feld

Details

Dokumenttitel/-typ

Betriebsanleitung für Kälteanlagen und Wärmepumpen

Zweck und Umfang

Gibt den sicheren Betrieb, die Steuerlogik und die Notfallmaßnahmen für das gesamte Kühlsystem an, einschließlich aller MSR-Komponenten und Sicherheitsvorrichtungen.

Relevante Vorschriften/Normen

– DIN EN 378-3 (Sicherheits- und Umweltschutzanforderungen – Aufstellungsort und Instandhaltung) – DGUV Information 211-010 (Sicherer Betrieb von Kälteanlagen) – DGUV Regel 100-500 (Allgemeine Betriebssicherheitsregeln)

Schlüsselelemente

• Verfahren zum Starten, Herunterfahren und normalen Betrieb • MSR-Steuersequenzen und Richtlinien zur Sollwertverwaltung • Routinemäßige Wartungsaufgaben, -intervalle und -verantwortlichkeiten • Notfallverfahren und Protokolle für die Notabschaltung (z. B. im Falle eines Kältemittellecks oder eines Brandes) • Erforderliche persönliche Schutzausrüstung und Sicherheitskennzeichnung für Betrieb und Wartung

Verantwortlicher

Wird vom Hersteller und/oder Installateur bereitgestellt; wird vom Betreiber (Facility Manager oder verantwortlicher Anlageningenieur) gewartet, überwacht und aktualisiert.

Praktische Hinweise

Muss am Aufstellungsort zugänglich sein. Ist Bestandteil der Arbeitsschutzdokumentation des Betreibers nach BetrSichV und ArbSchG und dient der Mitarbeiterschulung sowie Sicherheitsaudits.

Erläuterung

Die Betriebsanleitung ist die maßgebliche Anleitung für den täglichen Gebrauch und die Notfallmaßnahmen der Kälte- und Wärmepumpenanlage. Sie übersetzt die technische Auslegung und die behördlichen Anforderungen in praktische Anweisungen, die die Bediener befolgen müssen. In Übereinstimmung mit DIN EN 378-3 und den DGUV-Richtlinien behandelt die Anleitung alles von normalen An- und Abschaltvorgängen bis hin zu Reaktionen auf ungewöhnliche Situationen wie Kältemittellecks, Hochdruckalarme oder Stromausfälle. Sie enthält außerdem detaillierte Wartungspläne, die erforderlichen Qualifikationen des Personals und die notwendige persönliche Schutzausrüstung (PSA) bei der Durchführung bestimmter Aufgaben und unterstützt so direkt die Risikobewertung und die Sicherheitspflichten gemäß BetrSichV und ArbSchG. Für einen Facility Manager ist die Betriebsanleitung sowohl ein Schulungsinstrument als auch ein Compliance-Dokument: Das Personal wird gemäß den Verfahren unterwiesen, und Sicherheitsinspektoren oder Versicherungsprüfer überprüfen die Anleitung häufig, um sicherzustellen, dass der Betrieb des Systems den dokumentierten Sicherheitspraktiken entspricht. Entscheidend ist, dass das Betriebshandbuch klare Schritte zur Notabschaltung und Protokolle zur Reaktion auf Zwischenfälle enthält. So wird sichergestellt, dass das Personal in jedem kritischen Fall schnell und richtig handeln kann, um Menschen, Eigentum und die Umwelt zu schützen.

Zertifikat über die Erstdichtheitsprüfung

Feld

Details

Relevante Verordnung

DIN 18379 (VOB/C – Heizungs-, Lüftungs- und Klimatechnik)

Zweck

Stellt die Dichtheit der Anlage vor der Inbetriebnahme sicher.

Verantwortlicher

Installateur bzw. Inbetriebnahmeunternehmer (stellt das Dichtheitsprüfzertifikat bereit und unterschreibt es).

Rekorde für Systeme mit fluorierten Treibhausgasen

Feld

Details

Relevante Verordnung

VO (EU) 2024/573, VO (EC) 1516/2007, ChemKlimaschutzV (Chemikalien-Klimaschutzverordnung)

Zweck

Dokumentiert Kältemittelarten und -mengen, Daten/Ergebnisse der Leckprüfung sowie Aktivitäten zur Rückgewinnung oder Entsorgung des Kältemittels.

Verantwortlicher

Betreiber (Facility Manager) – Aufzeichnungen müssen geführt und mindestens 5 Jahre lang aufbewahrt werden.

Sachkundenachweise und Personalqualifikation

Feld

Details

Relevante Verordnung

Verordnung (EU) 2024/573 und ChemKlimaschutzV

Zweck

Bestätigt, dass Unternehmen und Personal, die mit F-Gasen umgehen, zertifiziert und autorisiert sind (Qualifizierung für Kategorie I, II usw.).

Verantwortlicher

Ausgestellt von akkreditierten Schulungsanbietern und Zertifizierungsstellen; Kopien im Besitz des Facility Managers/Betreibers.

Erläuterung

Neben den wichtigsten technischen und betrieblichen Dokumenten sind verschiedene Zertifikate und Aufzeichnungen erforderlich, um die Einhaltung der gesetzlichen Bestimmungen und den sicheren Umgang mit Kältemitteln nachzuweisen. Ein solches Dokument ist das Zertifikat über die Erstleckprüfung . Es belegt, dass die gesamte Kälteanlage vor der ersten Inbetriebnahme gründlich auf Lecks geprüft und ihre Dichtheit nachgewiesen wurde. Diese Erstprüfung, die oft durch Normen wie DIN 18379 (für HLK-Installationsarbeiten) vorgeschrieben ist, ist für die Sicherheit und den Umweltschutz von entscheidender Bedeutung: Sie stellt sicher, dass beim Start kein Kältemittel unbeabsichtigt entweicht und so Brandgefahren, Toxizitätsrisiken oder die Freisetzung von Treibhausgasen vermieden werden. Die Anlagenleitung muss dieses Zertifikat vom Installateur einholen und als Teil der Übergabedokumentation aufbewahren.

Ein weiterer wichtiger Dokumentensatz ist die Aufzeichnung des Managements fluorierter Treibhausgase (F-Gase) für das System. Gemäß der EU-Verordnung 2024/573 (der aktualisierten F-Gase-Verordnung), ihrer Vorgängerverordnung (EU 517/2014) und Durchführungsbestimmungen wie der EG-Verordnung 1516/2007 und der deutschen ChemKlimaschutzV sind Betreiber gesetzlich verpflichtet, detaillierte Protokolle über den Kältemittelverbrauch zu führen. Dazu gehören die Angabe von Art und Menge der F-Gase im System, Datum und Ergebnis der vorgeschriebenen regelmäßigen Dichtheitsprüfungen, bei Wartungen hinzugefügtes oder zurückgewonnenes Kältemittel sowie der Umgang mit Kältemitteln bei Entsorgung oder Recycling. Diese Aufzeichnungen müssen mindestens fünf Jahre lang (je nach nationalen Richtlinien oft länger) aufbewahrt und Behörden auf Anfrage zur Verfügung gestellt werden. Sie dienen als Nachweis dafür, dass die Anlage Klimaschutzmaßnahmen einhält – zum Beispiel, dass Dichtheitsprüfungen in den vorgeschriebenen Abständen durchgeführt und etwaige Kältemittelverluste erfasst und ordnungsgemäß behandelt werden. Für den Facility Manager ist die Führung dieser F-Gas-Protokolle nicht nur eine gesetzliche Pflicht, sondern auch ein Teil der Umweltverantwortung, da sie dabei hilft, Trends beim Kältemittelverbrauch zu verfolgen und Leckagen frühzeitig zu erkennen.

Schließlich stellen Sachkundenachweise und Personalqualifikationsnachweise sicher, dass alle an der Kälteanlage arbeitenden Personen und Unternehmen ordnungsgemäß geschult und autorisiert sind. Die EU-Verordnung 2024/573, die in Deutschland in der ChemKlimaschutzV umgesetzt wird, schreibt vor, dass jeder Techniker, der F-Gase enthaltende Geräte installiert, wartet oder außer Betrieb nimmt, über einen entsprechenden Sachkundenachweis verfügt. Ebenso muss jedes Unternehmen, das solche Arbeiten durchführt, eine Unternehmenszertifizierung vorweisen, die bestätigt, dass es zertifiziertes Personal beschäftigt und über die erforderlichen Werkzeuge und Verfahren verfügt. Diese Qualifikationen entsprechen in der Regel Kategorien (z. B. Kategorie I für den Umgang mit großen Kältemittelmengen) und werden nach Schulung und Prüfung von akkreditierten Stellen ausgestellt. Aktuelle Qualifikationsnachweise in der Anlagendokumentation belegen, dass der Umgang mit Kältemitteln ausschließlich von kompetenten, zertifizierten Fachkräften durchgeführt wird . Dies ist sowohl für die Einhaltung gesetzlicher Vorschriften als auch für die Vermeidung von Unfällen oder unzulässigen Emissionen von entscheidender Bedeutung. Bei Audits oder Unfalluntersuchungen überprüfen die Behörden diese Zertifikate, um sicherzustellen, dass die Auftragnehmer und Mitarbeiter des Standorts die gesetzlichen Kompetenzanforderungen erfüllen. So wird die Einhaltung der Vorschriften für Kälteanlagen sichergestellt.