Schaltschränke, Automatisierungsschwerpunkte
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Schaltschränke, Automatisierungsschwerpunkte
Dieses Dokumentenverzeichnis beschreibt die im Facility Management erforderlichen Planungs‑, Sicherheits‑ und Prüfdokumente für Steuerungsschränke und Gebäudeautomationssysteme (GA). Ziel ist die Sicherstellung eines rechtskonformen, technisch nachvollziehbaren und betriebssicheren Betriebs elektrischer Anlagen und Automationssysteme gemäß den deutschen Normen VDE, DIN 18386, VDI 6026‑1 sowie den Arbeitsschutzvorschriften der DGUV. Die Unterlagen sind Bestandteil einer VDI 6026‑konformen technischen Gebäudeakte und dienen als Nachweis der ordnungsgemäßen Planung, Montage, Inbetriebnahme und Prüfung. Eine frühzeitige Einbindung dieser Richtlinien in den Planungsprozess hilft, Konflikte zu vermeiden und ermöglicht eine transparente Leistungsdefinition zwischen Bauherrn, Fachplanern und Betreibern.
Unterlagen & Nachweise für Automatisierungsschränke
- Konstruktionsunterlagen
- Anschlussplan
- Arbeitsschutzunterlagen
- Arbeitsvorbereitungsprotokoll
- Abnahmedokumente
- Gebäudeautomations‑
- Belegungsplan
- Ausführungsunterlagen
- Gebäudeautomation
- Sicherheitsunterlagen
- Bedienungsanleitung
- Nachweisdokumente
- Verantwortlichen Elektrofachkraft
- Berechtigungsschein
- Zusammenfassende
- Sicherheits‑
- Installationsbestätigung
- Funktionsdokumentation
- Gebäudeautomationssysteme
- Ersatzteilliste
- Abnahmeunterlagen
- Betriebsführung
- Automationsunterlagen
- Kabellisten mit Funktionszuordnung
- Kabellisten mit Funktionszuordnung
- Montageplan
- Sicherheitsunterlagen
- Elektrische Systeme
- Automationssoftware
- Inbetriebnahmeunterlagen
- Inbetriebnahme
- Prüfbericht über wiederkehrende
- Elektrische Anlagen
- Softwaredokumentation
- Stromlaufpläne
- Schaltpläne
- Ausführungsstand
- Teileliste
- Übersichtsplan
- Übersichts‑Schaltplan
- Arbeitsanweisung
- Arbeitsvorbereitungs‑
- Inbetriebnahme
- Anschlussplan
- Wartungsanweisung
- Betriebseinstellungsunterlagen
- Zusammenstellung der Sollwerte
- GA‑Dokumentation
- Sicherheitstechnische
Layoutplan – Elektrische Systeme
| Feld | Inhalt |
|---|---|
| Dokumenttitel/ typ | Layoutplan (elektrische Systeme) |
| Zweck & Geltungsbereich | Darstellung der räumlichen Anordnung und elektrischen Leitungsführung sämtlicher Steuerungs und Energiekomponenten. |
| Relevante Regelwerke | VDE 0040 1; Bezug zu VDI 6026 (Unterlagendefinition) |
| Schlüsselelemente | • Stromlauf‑ und Leitungsführung |
| Verantwortlich | Elektroplaner / TGA Planer |
| Praxis‑Hinweise | Bestandteil der Ausführungsplanung (Leistungsphase 5 HOAI). Grundlage für Installation, Prüfung und Wartung. |
Erläuterung
Der Layoutplan bildet die Basis der elektrotechnischen Dokumentation. Er beschreibt die räumliche Verteilung der Komponenten, die Leitungswege und die Anbindung an Versorgungsschienen. Im Facility Management wird er zur Fehlerdiagnose, Systemerweiterung und Wartungskoordination verwendet. Er ist gemäß VDI 6026 Teil der technischen Gebäudeakte und schafft Transparenz für Betreiber, Errichter und Prüforganisationen.
Arbeitsanweisung – Arbeiten unter Spannung
| Feld | Inhalt |
|---|---|
| Dokumenttitel/ typ | Arbeitsanweisung für Arbeiten unter Spannung |
| Zweck & Geltungsbereich | Regelt die Vorgehensweise, Qualifikation und Schutzmaßnahmen bei Arbeiten an spannungsführenden elektrischen Anlagen. Arbeiten unter Spannung dürfen laut DGUV Regel 103 011 nur durchgeführt werden, wenn der Unternehmer im Rahmen der Gefährdungsbeurteilung nachweist, dass der Schutz von Leben und Gesundheit gewährleistet ist. |
| Relevante Regelwerke | DGUV Regel 103 011, VDE 0105 100 (Arbeiten an elektrischen Anlagen) |
| Schlüsselelemente | • Tätigkeitsbeschreibung und Spannungsbereich |
| Verantwortlich | Arbeitgeber / Unternehmer |
| Praxis‑Hinweise | Pflichtdokument für Elektrofachkräfte. Dient der Arbeitssicherheit und der Haftungsfreistellung des Arbeitgebers. Inhalte müssen regelmäßig geschult werden und sind Bestandteil der betrieblichen Gefährdungsbeurteilung und Unterweisung. |
Erläuterung
Der Anschlussplan stellt die elektrische Verbindungsebene der Steuerungs‑ und Gebäudeautomation dar. Durch die systematische Erfassung von Klemm‑ und Kabelbezeichnungen ermöglicht er dem Instandhaltungs‑ und Betriebsingenieur, Fehlerquellen schnell zu lokalisieren und Änderungen nachzuvollziehen. Gemäß VDI 6026 und HOAI ist diese Tabelle als Revisionsunterlage dauerhaft zu aktualisieren.
Arbeitsanweisung – Arbeiten unter Spannung
| Feld | Inhalt |
|---|---|
| Dokumenttitel/ typ | Arbeitsanweisung für Arbeiten unter Spannung |
| Zweck & Geltungsbereich | Regelt die Vorgehensweise, Qualifikation und Schutzmaßnahmen bei Arbeiten an spannungsführenden elektrischen Anlagen. Arbeiten unter Spannung dürfen laut DGUV Regel 103 011 nur durchgeführt werden, wenn der Unternehmer im Rahmen der Gefährdungsbeurteilung nachweist, dass der Schutz von Leben und Gesundheit gewährleistet ist. |
| Relevante Regelwerke | DGUV Regel 103 011, VDE 0105 100 (Arbeiten an elektrischen Anlagen) |
| Schlüsselelemente | • Tätigkeitsbeschreibung und Spannungsbereich |
| Verantwortlich | Arbeitgeber / Unternehmer |
| Praxis‑Hinweise | Pflichtdokument für Elektrofachkräfte. Dient der Arbeitssicherheit und der Haftungsfreistellung des Arbeitgebers. Inhalte müssen regelmäßig geschult werden und sind Bestandteil der betrieblichen Gefährdungsbeurteilung und Unterweisung. |
Erläuterung
Die DGUV‑Regel 103‑011 konkretisiert die Schutzmaßnahmen gegen Gefährdungen durch Körperdurchströmung und Lichtbögen bei Arbeiten an spannungsführenden Teilen. Sie verlangt, dass der Unternehmer nur solche Arbeiten unter Spannung zulässt, wenn eine Gefährdungsbeurteilung dies rechtfertigt und die Sicherheit der Beteiligten gewährleistet ist. Die Arbeitsanweisung beschreibt im Detail das freigegebene Arbeitsverfahren, die erforderliche Ausrüstung und die Verantwortlichkeiten. Sie ist ein zentrales Element der betrieblichen Sicherheitsorganisation und gehört zur Dokumentation nach DGUV und VDE 0105‑100. Regelmäßige Schulungen stellen sicher, dass Elektrofachkräfte und elektrotechnisch unterwiesene Personen gemäß den Begriffen der DGUV-Regel sicher arbeiten können.
Arbeitsvorbereitungsprotokoll – Komplexe elektrische Arbeiten
| Feld | Inhalt |
|---|---|
| Dokumenttitel/ typ | Arbeitsvorbereitungs /Freigabeprotokoll |
| Zweck & Geltungsbereich | Dokumentiert die Planung, Freigabe und Sicherheitsmaßnahmen für komplexe Arbeiten an elektrischen Anlagen. Es beschreibt Aufgaben, Verantwortlichkeiten und Freigabeschritte für Arbeiten, die nur unter besonderen Schutzmaßnahmen ausgeführt werden dürfen. |
| Relevante Regelwerke | VDE 0105 100 – Betrieb von elektrischen Anlagen; DGUV Regel 103 011 (organisatorische Voraussetzungen) |
| Schlüsselelemente | • Aufgabenbeschreibung und Verantwortlichkeiten |
| Verantwortlich | Anlagen oder Werkstattleiter Elektro |
| Praxis‑Hinweise | Nachweisdokument für Sicherheitsprüfungen; wird bei internen und externen Audits gefordert. Teil der Betriebsdokumentation. |
Erläuterung
Die Norm VDE 0105‑100 gilt für das Bedienen von und alle Arbeiten an oder in der Nähe von elektrischen Anlagen aller Spannungsebenen. Sie fordert eine strukturierte Vorbereitung von Arbeiten mit klaren Rollenverteilungen: Anlagenbetreiber, Anlagenverantwortliche und Arbeitsverantwortliche. Das Arbeitsvorbereitungsprotokoll dokumentiert diese Rollen sowie die Durchführung der fünf Sicherheitsregeln (Freischalten, Gegen Wiedereinschalten sichern, Spannungsfreiheit feststellen, Erden und Kurzschließen, Abdecken/Abschranken benachbarter Teile). Es dient der lückenlosen Nachvollziehbarkeit der Sicherheitsfreigabe und schützt den Betreiber durch eine nachvollziehbare Dokumentation.
Prüfprotokolle – Elektrische Betriebsmittel
| Feld | Inhalt |
|---|---|
| Dokumenttitel/ typ | Prüfprotokolle für elektrische Betriebsmittel |
| Zweck & Geltungsbereich | Nachweis der ordnungsgemäßen Prüfung und Funktionssicherheit elektrischer Geräte und Anlagen. Grundlage für den sicheren Betrieb und die Gewährleistung des Versicherungsschutzes nach DGUV Vorschriften. |
| Relevante Regelwerke | DGUV Vorschrift 3 und 4 (Elektrische Anlagen und Betriebsmittel), DGUV Information 203 070/071, VDE 0701/0702, VDE 0105 100 |
| Schlüsselelemente | • Prüfumfang: Sichtprüfung, Messungen, Funktionsprüfungen |
| Verantwortlich | Elektrofachkraft / befähigte Person nach TRBS 1203 |
| Praxis‑Hinweise | Pflichtnachweis für alle Betreiber elektrischer Anlagen. Bestandteil des Prüfbuchs und der CAFM Systeme. Wiederkehrende Prüfungen müssen vor der ersten Inbetriebnahme sowie nach Änderungen, Erweiterungen oder Reparaturen durchgeführt werden. |
Erläuterung
Die DIN VDE 0105‑100 schreibt für elektrische Anlagen regelmäßige Prüfungen vor, um Gefahren durch Umbau, Verschleiß oder Umweltbedingungen aufzudecken. Diese Wiederholungsprüfungen umfassen Sichtprüfung, Messungen und Funktionsprüfungen. Die Ergebnisse sind in einem Prüfprotokoll zu dokumentieren; Prüfungen dürfen nur von Elektrofachkräften durchgeführt werden, die über Kenntnisse aus Prüfungen vergleichbarer Anlagen verfügen. Der Prüfintervall richtet sich nach der Gefährdungsbeurteilung und beträgt laut DGUV‑Vorschriften zwischen 12 und 48 Monaten. Vor der ersten Inbetriebnahme sowie nach Änderungen oder Reparaturen ist eine erneute Prüfung vorgeschrieben. Das Prüfprotokoll ist Bestandteil der Betriebssicherheitsdokumentation nach BetrSichV und muss aufbewahrt und in CAFM‑Systemen hinterlegt werden.
Automationsschema – Gebäudeautomation (LPH 7 + 8)
| Feld | Inhalt |
|---|---|
| Dokumenttitel/ typ | Automationsschema (Gebäudeautomation) |
| Zweck & Geltungsbereich | Visualisierung der logischen und funktionalen Zusammenhänge zwischen Sensoren, Aktoren und Automationsstationen. Das Schema dient als Kommunikationsmittel zwischen den Gewerken und bildet die Grundlage für die Inbetriebnahme, die Betriebsführung und die Instandhaltung. |
| Relevante Regelwerke | DIN 18386 (VOB/C ATV), VDI 3814 Blatt 4.3 (GA Automationsschema, GA Funktionsliste, GA Funktionsbeschreibung), VDI 6026 1 (Dokumentationsstruktur) |
| Schlüsselelemente | • Signalflussdarstellung (Ein‑/Ausgänge) |
| Verantwortlich | Errichter / Systemintegrator |
| Praxis‑Hinweise | Pflichtdokument nach LPH 8 (HOAI); Grundlage für Wartung, Optimierung und spätere Erweiterung. Unterstützt die Fehlerdiagnose und das Betriebsmanagement. |
Erläuterung
Ein Automationsschema stellt die Funktionslogik der Gebäudeautomation dar. Es basiert auf Funktionsplänen, die Mess‑, Steuer‑ und Regelungsfunktionen (MSR) sowie das Überwachen, Übertragen, Bedienen und Protokollieren grafisch darstellen. Diese Pläne dienen als Verständigungsmittel zwischen den Disziplinen der technischen Gebäudeausrüstung und bilden die Grundlage für Projektierung, Erstellung, Inbetriebnahme und Instandhaltung. Die Richtlinie VDI 3814 gilt dabei über den gesamten Lebenszyklus von der Konzeption bis zum Betrieb und legt fest, dass die Gebäudeautomation fachübergreifend die Funktionen aller Räume und Anlagen bestimmt. Im Facility Management ist das Automationsschema unerlässlich für Störungsbehebung, Modernisierung und Schulung des Betriebspersonals.
Belegungsplan Automationsstation
| Feld | Inhalt |
|---|---|
| Dokumenttitel/ typ | Belegungsplan Automationsstation |
| Zweck & Geltungsbereich | Auflistung der belegten und freien I/O Kanäle der Automationsstation zur systematischen Verwaltung von Feldsignalen. |
| Relevante Regelwerke | DIN 18386 (VOB/C ATV), VDI 3814 Blatt 4.1 ff. (Kennzeichnung, Adressierung und Listen) |
| Schlüsselelemente | • Kanalbezeichnung (I/O) und Funktion |
| Verantwortlich | Auftragnehmer / Systemintegrator |
| Praxis‑Hinweise | Dient als Grundlage für Service und Erweiterungsmaßnahmen. Bestandteil der digitalen Anlagendokumentation und für die Integration in CAFM/BIM Systeme erforderlich. |
Erläuterung
Der Belegungsplan gewährleistet die vollständige Nachverfolgbarkeit der GA‑Signalstruktur. Er legt fest, welche Ein‑ und Ausgänge einer Automationsstation belegt sind und welche Reservekanäle zur Verfügung stehen. Dies ist Voraussetzung für eine strukturierte Instandhaltung und ermöglicht eine geordnete Nachrüstung und Fehlerdiagnose. Die VDI‑Richtlinie 3814 betont, dass die Gebäudeautomation fachübergreifend und über alle Lebenszyklusphasen geplant, dokumentiert und betrieben wird. Entsprechend müssen Belegungspläne kontinuierlich aktualisiert und im Rahmen der technischen Dokumentation gepflegt werden.
Automationsstations‑Belegungsplan (AS‑Belegung – LPH 8)
| Feld | Inhalt |
|---|---|
| Dokumenttitel/ typ | Automationsstations Belegungsplan (Building Automation – LPH 8) |
| Zweck & Geltungsbereich | Übersicht über die Zuordnung von Datenpunkten, Automationsstationen, Regelkreisen und Kommunikationsstrukturen innerhalb der Gebäudeautomation. |
| Relevante Regelwerke | DIN 18386 (VOB/C ATV) |
| Schlüsselelemente | • Identifikation der Automationsstationen (AS) |
| Verantwortlich | Auftragnehmer / Errichter GA System |
| Praxis‑Hinweise | Bestandteil der Projektdokumentation nach Leistungsphase 8 (Ausführung). Im Facility Management essenziell für Wartung, Störungsanalyse und Pflege des GA Systems. |
Bestandspläne – Gebäudeautomation
| Feld | Inhalt |
|---|---|
| Dokumenttitel/ typ | Bestandspläne der Gebäudeautomation |
| Zweck & Geltungsbereich | Darstellung der tatsächlichen Installation der Automationsstationen, Busleitungen, Sensorik, Aktorik und Verknüpfungspunkte. |
| Relevante Regelwerke | DIN 18386 (VOB/C ATV), VDI 6026 1 |
| Schlüsselelemente | • Übersicht aller Automationsstationen, Verteiler, Sensoren und Aktoren |
| Verantwortlich | Auftragnehmer / Errichter |
| Praxis‑Hinweise | Pflichtdokument zur Abnahme und Grundlage für den Gebäudebetrieb. Im Facility Management wichtig für die Übergabe an Wartungsdienstleister und CAFM Systeme. |
Betriebs‑ und Benutzerhandbuch – Gebäudeautomation
| Feld | Inhalt |
|---|---|
| Dokumenttitel/ typ | Betriebs und Benutzerhandbuch für Gebäudeautomationssysteme |
| Zweck & Geltungsbereich | Anleitung für den sicheren, normgerechten und energieeffizienten Betrieb des GA Systems. |
| Relevante Regelwerke | DIN 18386 (VOB/C ATV), VDI 6026 1 |
| Schlüsselelemente | • Systembeschreibung (GA Ebenenmodell nach VDI 3814) |
| Verantwortlich | Errichter / Fachfirma Gebäudeautomation |
| Praxis‑Hinweise | Bestandteil der Übergabedokumentation. Im Facility Management als Nachschlagewerk für Bedienung, Störungsbehebung und Schulung. |
Bedienungsanleitung und Sicherheitsinformationen – Elektrische Ausrüstung
| Feld | Inhalt |
|---|---|
| Dokumenttitel/ typ | Bedienungsanleitung und Sicherheitsinformationen für elektrische Betriebsmittel |
| Zweck & Geltungsbereich | Beschreibung des sicheren Umgangs mit elektrischen Geräten und Baugruppen in Automationsschränken. |
| Relevante Regelwerke | Niederspannungsrichtlinie 2014/35/EU, 1. ProdSV |
| Schlüsselelemente | • Herstellerangaben und CE Konformität |
| Verantwortlich | Hersteller / Lieferant |
| Praxis‑Hinweise | Pflichtunterlage zur CE Kennzeichnung. Wird im Facility Management für Prüfungen nach DGUV V3 und Arbeitsschutzunterweisungen verwendet. |
Erläuterung
Nach der Niederspannungsrichtlinie 2014/35/EU und der nationalen Umsetzung im Produktsicherheitsgesetz / 1. ProdSV müssen alle elektrischen Komponenten mit einer deutschsprachigen Sicherheits‑ und Bedienungsanleitung ausgeliefert werden. Im Facility Management dient sie der Betriebssicherheit und Schulung elektrischer Fachkräfte gemäß BetrSichV und ArbSchG.
VdS 2229 Prüfbericht – Elektrische Anlagen
| Feld | Inhalt |
|---|---|
| Dokumenttitel/ typ | Prüfbericht VdS 2229 für elektrische Anlagen |
| Zweck & Geltungsbereich | Nachweis der Funktions und Brandschutzsicherheit von elektrischen Anlagen, insbesondere in sicherheitsrelevanten Bereichen. |
| Relevante Regelwerke | VdS 2871 |
| Schlüsselelemente | • Prüfdatum und Prüfumfang |
| Verantwortlich | Sachverständiger / Prüfexperte (VdS anerkannt) |
| Praxis‑Hinweise | Pflichtdokument für Abnahme und Versicherungsnachweis. Im Facility Management Bestandteil des Sicherheits und Instandhaltungsmanagements. |
Bestellung der Verantwortlichen Elektrofachkraft (vEFK)
| Feld | Inhalt |
|---|---|
| Dokumenttitel/ typ | Bestellung einer Verantwortlichen Elektrofachkraft (vEFK) |
| Zweck & Geltungsbereich | Schriftliche Beauftragung einer qualifizierten Elektrofachkraft zur Wahrnehmung elektrotechnischer Betreiberpflichten. |
| Relevante Regelwerke | VDE 1000 10 |
| Schlüsselelemente | • Aufgaben und Verantwortungsbeschreibung |
| Verantwortlich | Arbeitgeber / Unternehmer |
| Praxis‑Hinweise | Pflichtnachweis im Rahmen des Arbeitsschutzes. Im Facility Management relevant für Organisationsverantwortung und Auditprüfungen. |
Berechtigungsschein für Arbeiten unter Spannung
| Feld | Inhalt |
|---|---|
| Dokumenttitel/ typ | Autorisierung (Ausweis) für Arbeiten unter Spannung |
| Zweck & Geltungsbereich | Nachweis der Qualifikation und Erlaubnis für Arbeiten an spannungsführenden Anlagen. |
| Relevante Regelwerke | DGUV Regel 103 011 |
| Schlüsselelemente | • Personaldaten und Qualifikationsnachweis |
| Verantwortlich | Arbeitgeber / Elektrofachkraft |
| Praxis Hinweise | Wird bei sicherheitstechnischen Inspektionen vorgelegt. Im Facility Management Pflicht für interne und externe Fachkräfte im Bereich Elektroinstallation. |
Erläuterung
Nach DGUV Regel 103‑011 dürfen Arbeiten unter Spannung nur von qualifizierten Personen mit schriftlicher Erlaubnis ausgeführt werden. Der Berechtigungsschein (AuS‑Pass) dient als Persönlichkeitsnachweis der Qualifikation und belegt die erfolgte Schulung, Dauer sowie den zulässigen Aufgabenbereich.
Übersicht der GA‑Dokumentation nach VDI 6026‑1
| Feld | Inhalt |
|---|---|
| Dokumenttitel/ typ | Dokumentationsmatrix Gebäudeautomation |
| Zweck & Geltungsbereich | Systematische Zusammenfassung aller Dokumente der Gebäudeautomation gemäß VDI 6026 1. |
| Relevante Regelwerke | VDI 6026 1 |
| Schlüsselelemente | • Klassifizierung der Dokumente (A: Betreiberdokumente, B: Planungsdokumente, C: Prüfnachweise) |
| Verantwortlich | Fachplaner / Facility Manager |
| Praxis‑Hinweise | Grundlage für Projektabschluss, Betrieb und Instandhaltungsplanung. |
Erläuterung
Die VDI 6026‑1 definiert eine strukturierte Dokumentationsmatrix, in der alle relevanten Unterlagen klassifiziert und hinsichtlich ihrer Verfügbarkeit überwacht werden. Diese Matrix unterstützt den Facility Manager bei der Vollständigkeitsprüfung, dem Projektabschluss und der Integration in CAFM‑Systeme.
Betriebsanleitung und Sicherheitsinformationen – elektrische Geräte
| Feld | Inhalt |
|---|---|
| Dokumenttitel/ typ | Betriebsanleitung und Sicherheitsinformationen |
| Zweck & Geltungsbereich | Bereitstellung von Herstellerinformationen zur sicheren Installation, Inbetriebnahme und Wartung elektrischer Steuer und Automationsgeräte. |
| Relevante Regelwerke | Niederspannungsrichtlinie 2014/35/EU, 1. ProdSV |
| Schlüsselelemente | • Produktbeschreibung und technische Daten |
| Verantwortlich | Hersteller / Inverkehrbringer |
| Praxis‑Hinweise | Pflichtdokument nach 1. ProdSV § 3; Bestandteil der technischen Anlagenakte; Grundlage für Wartung und Gefährdungsbeurteilung. |
Erläuterung
Die Niederspannungsrichtlinie verpflichtet Hersteller und Importeure, technische Unterlagen zu erstellen, eine Betriebsanleitung und Sicherheitsinformationen beizufügen und die CE‑Kennzeichnung anzubringen. Diese Unterlagen dienen dem Facility‑Manager als zentrale Grundlage für den sicheren Betrieb, die Instandhaltung und die Schulung des technischen Personals. Fehlende oder unvollständige Herstellerinformationen verletzen die Betreiberpflichten aus dem Produktsicherheitsgesetz und der Betriebssicherheitsverordnung. Nach § 3 DGUV‑Vorschrift 3 muss der Unternehmer dafür sorgen, dass elektrische Anlagen und Betriebsmittel den elektrotechnischen Regeln entsprechend errichtet, betrieben und instand gehalten werden.
Installationsbestätigung – elektrische Systeme und Betriebsmittel
| Feld | Inhalt |
|---|---|
| Dokumenttitel/-typ | Installations und Prüfbestätigung nach DGUV V3 / DGUV G 303 003 |
| Zweck & Geltungsbereich | Nachweis über die fachgerechte Installation und Prüfung elektrischer Anlagen und Geräte durch eine Elektrofachkraft. |
| Relevante Regelwerke/Normen | DGUV G 303 003, DGUV V3 |
| Schlüsselelemente | • Prüfumfang (z. B. Schutzleiterprüfung, Isolationsmessung, Funktionsprüfung) |
| Verantwortlich | Installationsunternehmen / Elektrofachkraft / Hersteller |
| Praxis‑Hinweise | Bestandteil der Abnahmeunterlagen; dient der Erfüllung der Prüfpflichten nach ArbSchG § 4 und BetrSichV § 14. |
Erläuterung
Die Installationsbestätigung dokumentiert die Erstprüfung nach DGUV‑Vorschrift 3. Diese Vorschrift schreibt vor, dass elektrische Anlagen und Betriebsmittel wiederholt zu prüfen sind. Die Verantwortung für die ordnungsgemäße Durchführung der Prüfungen obliegt einer Elektrofachkraft. Die DGUV‑Information 203‑072 fordert, dass der Arbeitgeber im Rahmen der Gefährdungsbeurteilung Prüffristen für die Anlage festlegt und nach jeder Prüfung den nächsten Prüftermin bestimmt. Im Facility‑Management dient die Installationsbestätigung als Nachweis der Erstprüfung vor der Inbetriebnahme und wird bei Wiederholungsprüfungen aktualisiert. Sie bildet die Grundlage für das interne Prüfkataster im CAFM‑System.
Funktionsbeschreibung – Gebäudeautomationssysteme (LPH 7–8)
| Feld | Inhalt |
|---|---|
| Dokumenttitel/-typ | Funktionsbeschreibung der Gebäudeautomation |
| Zweck & Geltungsbereich | Beschreibung der logischen und funktionalen Abläufe der Automationssysteme (z. B. Steuerungen, Bus Systeme). |
| Relevante Regelwerke/Normen | DIN 18386 (VOB/C ATV) |
| Schlüsselelemente | • Funktionslogik und Sollzustände |
| Verantwortlich | Fachplaner / Errichter / Integrator |
| Praxis‑Hinweise | Grundlage für Funktionsprüfung, Inbetriebnahme und spätere Fehleranalyse; Bestandteil der Abnahme und Betriebsdokumentation. |
Erläuterung
Die Funktionsbeschreibung ist die technische Spezifikation der logischen Abläufe im Gebäudeautomationssystem. Laut AMEV‑Empfehlung „Gebäudeautomation“ müssen Funktionsbeschreibungen bereits in der Entwurfsphase festgelegt und in der Ausschreibungsphase fortgeschrieben werden; es werden eindeutige Darstellungen wie Zustandsgraphen oder Ablaufdiagramme empfohlen. Diese Dokumentation bildet die Basis für Funktionsprüfungen, die Inbetriebnahme und das technische Monitoring. Im Facility‑Management dient sie als zentrales Arbeitsdokument für Instandhaltung, Optimierung und Störungsbehebung und muss regelmäßig mit dem Ist‑Zustand abgeglichen werden.
Funktionsliste – Gebäudeautomationssysteme (LPH 5 und 8)
| Feld | Inhalt |
|---|---|
| Dokumenttitel/-typ | Funktionsliste der Gebäudeautomation |
| Zweck & Geltungsbereich | Zusammenstellung aller geplanten und realisierten Funktionen der Automationssysteme zur Verknüpfung von Planung und Ausführung. |
| Relevante Regelwerke/Normen | DIN 18386 (VOB/C ATV), HOAI |
| Schlüsselelemente | • Signalpunkte (Ein /Ausgänge, Softwarepunkte) |
| Verantwortlich | TGA Fachplaner (LPH 5) / Errichter (LPH 8) |
| Praxis‑Hinweise | Dient als Prüf und Übergabedokument zwischen Planung und Montage; Grundlage für Abnahme und Betreiberbetrieb. |
Erläuterung
Die Funktionsliste stellt die Verbindung zwischen Planung und Ausführung her. Im AMEV‑Leitfaden wird gefordert, dass in GA‑Automationsschemen und zugehörigen Funktionslisten bei Ein‑ und Ausgabefunktionen sowie den Verknüpfungen der Datenpunkte zu den Anwendungs‑, Bedien‑ und Anzeigefunktionen differenziert wird. Die Vollständigkeit der Dokumentation wird anhand der endgültigen GA‑ und RA‑Funktionslisten geprüft. Im Facility‑Management dient die Funktionsliste als Basisdokument für das Betriebsmonitoring und das Störfallmanagement.
Ersatzteilliste – Steuerungs‑ und Automationskomponenten
| Feld | Inhalt |
|---|---|
| Dokumenttitel/-typ | Ersatzteilliste für Steuerungs und Automationssysteme |
| Zweck & Geltungsbereich | Übersicht aller wartungs und ersatzpflichtigen Komponenten in Automationssystemen. |
| Relevante Regelwerke/Normen | DIN 18386 (VOB/C ATV), Herstellerangaben |
| Schlüsselelemente | • Bezeichnung, Hersteller, Artikelnummer |
| Verantwortlich | Errichter / Hersteller / Auftragnehmer |
| Praxis‑Hinweise | Bestandteil der Wartungsplanung und Lagerverwaltung; Grundlage für Ersatzteilbeschaffung und Lebenszyklusmanagement. |
Erläuterung
Eine Ersatzteilliste ermöglicht eine planbare Ersatzteilbevorratung und reduziert Ausfallzeiten kritischer Komponenten. Die AMEV‑Empfehlung fordert einen Ersatzteilkatalog mit Bezugsquellennachweis und listet Ersatzteillisten als Teil der Bestandsunterlagen. Im Facility‑Management ist die Ersatzteilliste entscheidend für präventive Instandhaltungsstrategien und die Betriebssicherheit.
Abnahmeprotokoll mit Installationsbestätigung
| Feld | Inhalt |
|---|---|
| Dokumenttitel/-typ | Abnahmeprotokoll und Installationsnachweis |
| Zweck & Geltungsbereich | Nachweis der ordnungsgemäßen Installation, Prüfung und Inbetriebnahme von Automationssystemen. |
| Relevante Regelwerke/Normen | DGUV V3, DGUV G 303 003 |
| Schlüsselelemente | • Prüfergebnisse (Sicht , Funktions , Messprüfung) |
| Verantwortlich | Installationsunternehmen / Prüfingenieur / Betreiber |
| Praxis‑Hinweise | Pflichtunterlage bei Übergabe; Grundlage für Inbetriebnahmefreigabe und Betreiberverantwortung nach BetrSichV. |
Erläuterung
Das Abnahmeprotokoll verbindet die technische Sicherheit mit der Betreiberverantwortung. Die DGUV‑Vorschrift 3 verlangt wiederholte Prüfungen durch eine Elektrofachkraft, und der Arbeitgeber muss auf Basis der Gefährdungsbeurteilung die Prüffristen so festlegen, dass die Sicherheit der Anlage bis zum nächsten Prüftermin gewährleistet bleibt. Laut AMEV‑Empfehlung wird bei umfangreicher Gebäudeautomation ein mindestens einwöchiger Probebetrieb vor der Abnahme empfohlen, damit Mängel erkannt und behoben werden können. Im Facility‑Management dient das Abnahmeprotokoll der Dokumentation der Rechtssicherheit und der Gewährleistungsüberwachung.
Betriebs‑ und Instandhaltungsunterlagen
| Feld | Inhalt |
|---|---|
| Dokumenttitel/-typ | Betriebs und Instandhaltungsunterlagen (O&M Manuals) |
| Zweck & Geltungsbereich | Zusammenführung aller technischen, sicherheitstechnischen und betrieblichen Informationen für Betrieb und Wartung. |
| Relevante Regelwerke/Normen | VDI 6026, DIN EN ISO 9001 |
| Schlüsselelemente | • Bedienungsanleitungen und Wartungsintervalle |
| Verantwortlich | Errichter / Fachplaner / Betreiber |
| Praxis‑Hinweise | Grundlage für CAFM Systeme; wird bei Audits, Abnahmen und Behördenprüfungen verwendet. |
Erläuterung
Die Betriebsunterlagen sind das zentrale Werkzeug für den nachhaltigen Anlagenbetrieb. Die AMEV‑Empfehlung fordert eine vollständige und aktualisierte Dokumentation der gesamten technischen Gebäudeausrüstung; die zu übergebenden Unterlagen orientieren sich an der VOB/C (DIN 18386), und weitere Vorgaben zur Übergabe können der VDI 6026 entnommen werden. Zu den Betriebsunterlagen gehören neben den Benutzer‑ und Betreiberhandbüchern auch die Wartungsanweisungen, Parametrierlisten und Nachweise. Diese Unterlagen bilden die Grundlage für die Integration in CAFM‑Systeme, dienen als Nachweis der Betreiberpflichten und werden bei Audits oder behördlichen Prüfungen herangezogen. Sie sichern die transparente Kommunikation zwischen Betreiber, Instandhaltung und Dienstleistern.
Gebäudeautomationsgrafiken
| Feld | Inhalt |
|---|---|
| Dokumenttitel/-typ | Gebäudeautomationsgrafiken |
| Zweck & Geltungsbereich | Darstellung der Automationsprozesse, Systemzustände und Schaltbilder als Teil der Gebäudeleittechnik (GLT). Sie visualisieren Funktionen der Heizungs , Lüftungs und Klimaanlagen, Mess , Steuer und Regelkreise sowie Überwachungsfunktionen. |
| Relevante Regelwerke/Normen | VDI 6026 1; VDI 3814; AMEV Empfehlungen (z. B. GA 2023) |
| Schlüsselelemente | • Funktionsschemata (Heizung, Lüftung, Klima) – schematische Darstellung von Anlagen und Regelkreisen; |
| Verantwortlich | Fachplaner oder Errichter Gebäudeautomation; im Betrieb der Betreiber. |
| Praxis‑Hinweise | Bestandteil der Betreiberdokumentation. Die Grafiken dienen der Bedienung, Fehlersuche und Wartung im CAFM System. Sie sollen symbollastig, bedienbar und zoombar sein sowie zusätzliche Informationen (z. B. Motordaten) beim Anklicken liefern. |
Erläuterung
Gebäudeautomationsgrafiken sind unverzichtbar für die Visualisierung, Steuerung und Überwachung der technischen Anlagen. Vektorbasierte Grafiken mit symbolischer Darstellung ermöglichen eine einheitliche Bedienoberfläche, stellen Mess‑, Steuer‑ und Regelzustände sowie Alarm‑ und Trenddaten dar und unterstützen so das energetische Monitoring. Die Richtlinien VDI 6026 und VDI 3814 fordern ein durchgängiges Kennzeichnungssystem und legen die inhaltlichen Anforderungen an Grafiken fest.
Kabellisten mit Funktionszuordnung und Leistungsdaten – LPH 7 (Ausführungsplanung)
| Feld | Inhalt |
|---|---|
| Dokumenttitel/-typ | Kabel und Leitungslisten mit Funktionszuordnung |
| Zweck & Geltungsbereich | Erfassung und Zuordnung aller Kabel und Leitungsverbindungen zwischen Automationskomponenten in der Ausführungsplanung. Kabelnummer, Querschnitt, Start und Zielpunkte und die zugehörige Funktion (Sensor, Aktor, Bus) werden definiert. |
| Relevante Regelwerke/Normen | DIN 18386 (VOB/C) – Allgemeine technische Vertragsbedingungen für Bauleistungen; VDI 6026 Blatt 1. |
| Schlüsselelemente | • Kabelnummer und Querschnitt; |
| Verantwortlich | Errichter / Elektroinstallateur (LPH 7); fachliche Mitwirkung des Fachplaners. |
| Praxis‑Hinweise | Die Listen dienen als Grundlage für Prüfung, Inbetriebnahme und spätere Anpassungen. Sie sind Bestandteil der Ausführungsunterlagen und werden in die Revisionsunterlagen übernommen. |
Erläuterung
Die Kabellisten dokumentieren den Systemaufbau und die elektrische Verbindungsebene der Automationskomponenten. In der Planungsphase enthalten sie die geplanten Leitungswege, Querschnitte und Funktionszuordnungen. Dies ermöglicht eine geordnete Verlegung, erleichtert die technische Nachverfolgung, Fehlersuche und Modernisierungsplanung und ist Grundlage für die Überwachung der Ausführung nach DIN 18386.
Kabellisten mit Funktionszuordnung – LPH 8 (Bauausführung / Inbetriebnahme)
| Feld | Inhalt |
|---|---|
| Dokumenttitel/-typ | Kabellisten – Ausführungsstand |
| Zweck & Geltungsbereich | Endgültige Dokumentation der Kabelbelegung nach Montage und Prüfung. Die zu übergebenden Unterlagen orientieren sich an der VOB/C (DIN 18386). |
| Relevante Regelwerke/Normen | DIN 18386 (VOB/C); DGUV Vorschrift 3 (elektrische Sicherheit); VDI 6026. |
| Schlüsselelemente | • Prüf und Messdaten (z. B. Isolations und Schleifenwiderstände); |
| Verantwortlich | Errichter / Fachbauleitung Gebäudeautomation; Abnahme durch Auftraggeber. |
| Praxis‑Hinweise | Bestandteil der Revisionsunterlagen; muss mit Prüfprotokollen und Inbetriebnahmedokumentation übereinstimmen. Sie bildet die Grundlage für die elektrische Sicherheit und ist für die DGUV Prüfung vorzuhalten. |
Erläuterung
Diese Dokumentation stellt den finalen Ausführungszustand der elektrischen Installationen sicher. Die Kabellisten enthalten alle Änderungen gegenüber der Planung, die Messergebnisse und Beschriftungen. Im Facility Management sind sie für die elektrische Sicherheit, die Wartungsplanung und den Nachweis gegenüber Prüfinstanzen (z. B. DGUV Vorschrift 3) notwendig.
Montageplan – Gebäudeautomation
| Feld | Inhalt |
|---|---|
| Dokumenttitel/-typ | Montageplan / Installationszeichnung |
| Zweck & Geltungsbereich | Darstellung der räumlichen Anordnung und Installation von Schaltschränken, Automationsstationen, Feldgeräten und Kommunikationskomponenten. Die Pläne zeigen die Einbauorte, Kabeltrassen und Anschlussdosen in Bezug auf Bauwerksachsen und Räume. |
| Relevante Regelwerke/Normen | DIN 18386 (VOB/C); DIN IEC 61082 1 (Stromlaufpläne); VDI 6026; VDE Bestimmungen. |
| Schlüsselelemente | • Gerätepositionen (Feld und Schaltschrankgeräte); |
| Verantwortlich | Errichter / Bauleitung Gebäudeautomation; Abstimmung mit anderen Gewerken. |
| Praxis‑Hinweise | Der Montageplan wird zur Bauüberwachung, Montagefreigabe und Abnahme genutzt. Er ist Teil der Bestandsunterlagen und dient der Qualitätssicherung und technischen Nachvollziehbarkeit im Facility Management. |
Erläuterung
Montagepläne sind Bestandteil der ausführungsbegleitenden Dokumentation. Sie bieten eine Übersicht über die räumliche Anordnung der Automationsstationen, Schaltschränke und Feldgeräte einschließlich der Kabeltrassen und Anschlussstellen. Sie sind Grundlage für die Koordination mit anderen Gewerken und stellen sicher, dass Montagehöhen, Schutzarten und Wartungsflächen korrekt eingehalten werden.
Bedienungsanleitung / Gebrauchsanweisung – Produkte
| Feld | Inhalt |
|---|---|
| Dokumenttitel/-typ | Gebrauchsanweisung und Sicherheitsinformationen |
| Zweck & Geltungsbereich | Bereitstellung sicherheitsrelevanter und betrieblicher Informationen durch den Hersteller gemäß Produktsicherheitsgesetz (ProdSG). Wenn bei der Verwendung, Ergänzung oder Instandhaltung eines Produkts bestimmte Regeln zu beachten sind, ist eine Gebrauchsanleitung in deutscher Sprache mitzuliefern. |
| Relevante Regelwerke/Normen | Produktsicherheitsgesetz (ProdSG); Maschinenrichtlinie; einschlägige europäische Normen (z. B. DIN EN ISO 12100). |
| Schlüsselelemente | • Gerätebeschreibung und Funktion; |
| Verantwortlich | Hersteller / Inverkehrbringer; im Falle importierter Produkte der Einführer. |
| Praxis‑Hinweise | Die Gebrauchsanweisung ist Bestandteil der Anlagendokumentation. Facility Manager nutzen sie für Schulungen, Gefährdungsbeurteilungen und zur Erstellung von Betriebsanweisungen. Sie muss während der gesamten Nutzungsdauer zugänglich sein und regelmäßig aktualisiert werden. |
Erläuterung
Nach dem Produktsicherheitsgesetz (ProdSG) müssen Hersteller die notwendigen Gebrauchs‑ und Bedienungsanleitungen in deutscher Sprache bereitstellen, wenn zur sicheren Verwendung Regeln zu beachten sind. Die Anleitung enthält technische Beschreibungen, Sicherheits- und Warnhinweise, Montage‑ und Wartungshinweise sowie Konformitätserklärungen. Im Facility Management sind diese Unterlagen zentral für die Betriebssicherheit, Instandhaltungsplanung und Dokumentationspflicht.
Notfallplan – Elektrische Systeme
| Feld | Inhalt |
|---|---|
| Dokumenttitel/-typ | Notfallplan für elektrische Systeme |
| Zweck & Geltungsbereich | Definition von Handlungsanweisungen für Notfälle, Störungen und Gefährdungssituationen in Automations und Schaltanlagen. Der Plan definiert Maßnahmen bei Stromausfall, Kurzschluss, Über oder Unterspannung sowie bei Bränden oder anderen Gefährdungen. |
| Relevante Regelwerke/Normen | DIN VDE 0105 100 „Betrieb von elektrischen Anlagen“; DGUV Vorschrift 3; Betriebssicherheitsverordnung (BetrSichV). |
| Schlüsselelemente | • Verfahrensanweisungen: Bei Arbeiten an elektrischen Anlagen sind die fünf Sicherheitsregeln einzuhalten – Freischalten (Spannungsfreiheit herstellen), gegen Wiedereinschalten sichern, Spannungsfreiheit feststellen, Erdung und Kurzschließen, Schutz gegen benachbarte unter Spannung stehende Teile. |
| Verantwortlich | Betreiber / Elektrofachkraft; Koordination mit Arbeitsschutz und Brandschutzbeauftragten. |
| Praxis‑Hinweise | Der Notfallplan ist Pflichtbestandteil gemäß VDE Vorschriften. Er wird in Betriebs und Sicherheitsunterweisungen eingebunden und muss für alle Mitarbeiter zugänglich sein. Die Umsetzung der fünf Sicherheitsregeln des DIN VDE 0105 100 sollte regelmäßig geübt werden, um die Unfallverhütung zu gewährleisten. |
Erläuterung
Der Notfallplan gemäß VDE 0105‑100 ist ein betriebliches Sicherheitsdokument, das den sicheren Umgang mit elektrischen Anlagen sicherstellt. Kern des Plans sind die fünf Sicherheitsregeln (Freischalten, gegen Wiedereinschalten sichern, Spannungsfreiheit feststellen, Erdung und Kurzschließen, Schutz gegen benachbarte spannungsführende Teile). Ergänzend enthält er Anweisungen für Notabschaltungen, Wiederanlauf, Zuständigkeiten und Alarmierungsketten. Für das Facility Management bildet er die Grundlage für Arbeitsschutz, Betriebsorganisation und Notfallmanagement.
Programme und Daten – Gebäudeautomation
| Feld | Inhalt |
|---|---|
| Dokumenttitel/-typ | Softwareprogramme und Datenbestände |
| Zweck & Geltungsbereich | Bereitstellung und Archivierung aller Softwarestände und Parametrierungen der Gebäudeautomation. Dies umfasst die Programme der Automationsstationen, Parameterlisten, Funktionslisten und Backup Kopien. |
| Relevante Regelwerke/Normen | DIN 18386 (VOB/C); VDI 6026; DIN EN 61131 3 (Softwareprogrammierung); IT Sicherheitsnormen. |
| Schlüsselelemente | • Versionierung der Softwarestände; |
| Verantwortlich | Errichter / Betreiber; im Betrieb zuständige IT /GA Fachkraft. |
| Praxis‑Hinweise | Programme und Daten müssen gesichert und regelmäßig überprüft werden. Backup Strategien (z. B. Offline Backup und Cloud Speicherung) sind zu definieren, um Datenverlust zu vermeiden. Änderungen an Softwareständen sind nachvollziehbar zu dokumentieren und von autorisierten Personen freizugeben. Die Bereitstellung der Software erfolgt idealerweise in offenem Quellformat für langfristige Nutzung. |
Erläuterung
Programme und Daten sind zentrale Bestandteile der technischen Gebäudeautomation. Sie umfassen die Quellprogramme der Automationsstationen, Parametrierungen, Funktionslisten und Netzadressierungen sowie die zugehörigen Engineering‑Tools. Im Facility Management dienen sie der Systempflege, Funktionsprüfung und Cybersecurity. Die DIN 18386 und die AMEV‑Empfehlungen fordern, dass Projektdatenbanken, Programme, Parameter und Quellcodes unverschlüsselt bereitgestellt werden. Regelmäßige Backups und eine lückenlose Versionsdokumentation sind Voraussetzung für den nachhaltigen Betrieb.
Protokoll über die Einweisung des Bedienpersonals – Gebäudeautomation
| Feld | Inhalt |
|---|---|
| Dokumenttitel/-typ | Protokoll über die Einweisung des Bedienpersonals |
| Zweck & Geltungsbereich | Nachweis, dass das Bedienpersonal ordnungsgemäß in die Bedienung, Steuerung und Sicherheitsfunktionen der Automationssysteme eingewiesen wurde. |
| Relevante Regelwerke/Normen | DIN 18386 (VOB/C ATV); §§ 12, 14 Betriebssicherheitsverordnung. |
| Schlüsselelemente | • Schulungsinhalte: Bedienung, Fehlermeldung, sicherheitsrelevante Funktionen |
| Verantwortlich | Auftragnehmer / Errichter der Gebäudeautomation |
| Praxis‑Hinweise | Das Protokoll ist Teil der Übergabedokumentation. Es dient bei Audits und Betriebssicherheitsprüfungen als Nachweis der Unterweisungspflicht nach § 12 BetrSichV: Beschäftigte müssen vor Aufnahme der Verwend |
Erläuterung
Gemäß DIN 18386 ist die Unterweisung des Bedienpersonals vor der Abnahme zwingend erforderlich. Die Betriebssicherheitsverordnung schreibt vor, dass der Arbeitgeber Beschäftigte vor der erstmaligen Verwendung von Arbeitsmitteln über Gefährdungen, Schutzmaßnahmen und Verhaltensregeln unterrichten und diese Unterweisung dokumentieren muss. Im Facility Management dient dieses Protokoll als Nachweis der betrieblichen Schulung und entlastet den Auftragnehmer hinsichtlich seiner Haftung. Das Dokument wird in der Anlagenakte archiviert und erleichtert künftige Audits und Sicherheitsprüfungen.
Inbetriebnahme‑ und Einstellprotokoll – Gebäudeautomation
| Feld | Inhalt |
|---|---|
| Dokumenttitel/-typ | Inbetriebnahme und Einstellprotokoll (Commissioning & Adjustment Protocol) |
| Zweck & Geltungsbereich | Dokumentation der durchgeführten Funktions , Kommunikations und Sicherheitsprüfungen bei der Inbetriebnahme von Gebäudeautomationssystemen. |
| Relevante Regelwerke/Normen | DIN 18386 (VOB/C ATV); § 14 Betriebssicherheitsverordnung (Prüfung von Arbeitsmitteln). |
| Schlüsselelemente | • Prüfdatum, Projektbezeichnung |
| Verantwortlich | Auftragnehmer / Errichter / Systemintegrator |
| Praxis‑Hinweise | Dieses Protokoll ist Pflichtunterlage für die technische Abnahme. Es dokumentiert die vorschriftsmäßige Montage und Funktion der Steuerung gemäß § 14 BetrSichV. Im Facility Management dient es als Referenz für Wartung, Nachjustierung und Fehlersuche. |
Erläuterung
Das Inbetriebnahme‑ und Einstellprotokoll belegt die ordnungsgemäße Funktionsprüfung der Gebäudeautomation. Die Betriebssicherheitsverordnung fordert, dass Arbeitsmittel, deren Sicherheit von den Montagebedingungen abhängt, vor der erstmaligen Verwendung durch eine zur Prüfung befähigte Person geprüft werden. Das Protokoll dokumentiert die Parametrierung, Kommunikationsprüfungen und Abnahmen und ist somit ein zentrales Instrument zur Betriebsoptimierung und Fehlersuche im Facility Management.
Prüfbericht über wiederkehrende Prüfungen – Elektrische Anlagen
| Feld | Inhalt |
|---|---|
| Dokumenttitel/-typ | Prüfbericht über wiederkehrende Prüfungen elektrischer Systeme |
| Zweck & Geltungsbereich | Nachweis der regelmäßig durchgeführten Sicherheitsprüfungen elektrischer Anlagen, Schaltschränke und Steuergeräte. |
| Relevante Regelwerke/Normen | DIN VDE 0105 100; DGUV Information 203 072; § 14 Betriebs¬sicherheitsverordnung (regelmäßige Prüfungen). |
| Schlüsselelemente | • Prüfumfang und Prüfverfahren |
| Verantwortlich | Elektrofachkraft / Prüforganisation |
| Praxis‑Hinweise | Der Bericht wird im Rahmen der DGUV V3 Prüfungen erstellt. § 14 BetrSichV verlangt, dass Arbeitsmittel, die Schäden verursachenden Einflüssen ausgesetzt sind, in regelmäßigen Abständen von einer befähigten Person geprüft werden. Der Prüfbericht ist Bestandteil der Sicherheitsakte und Grundlage für Wiederholungsprüfungen. |
Erläuterung
Nach DIN VDE 0105‑100 und den DGUV‑Informationen müssen elektrische Anlagen regelmäßig geprüft werden, um Mängel zu erkennen, die nach der Inbetriebnahme auftreten können. Die Betriebssicherheitsverordnung sieht vor, dass die Prüffristen nach der Gefährdungsbeurteilung festzulegen sind und dass Arbeitsmittel nach prüfpflichtigen Änderungen oder außergewöhnlichen Ereignissen erneut geprüft werden müssen. Der Prüfbericht dokumentiert die Prüfergebnisse, bewertet Abweichungen und legt Maßnahmen zur Beseitigung von Mängeln fest; dadurch wird die Betriebssicherheit und Rechtskonformität der Anlagen sichergestellt.
Prüfbuch – Elektrische Anlagen und Betriebsmittel (auf Anforderung der BG)
| Feld | Inhalt |
|---|---|
| Dokumenttitel/-typ | Prüfbuch elektrische Anlagen und Betriebsmittel |
| Zweck & Geltungsbereich | Dokumentation aller Prüfungen, Wartungen und Messungen elektrischer Anlagen; erforderlich auf Anforderung der Berufsgenossenschaft. |
| Relevante Regelwerke/Normen | DGUV V 3; § 17 BetrSichV (Prüfaufzeichnungen und bescheinigungen). |
| Schlüsselelemente | • Prüfdatum und Prüfer |
| Verantwortlich | Betreiber / Facility Manager |
| Praxis‑Hinweise | Das Prüfbuch wird bei Inspektionen der Berufsgenossenschaft angefordert. § 17 BetrSichV fordert, dass der Arbeitgeber Prüfaufzeichnungen und bescheinigungen vorlegt, die Angaben zu Prüfungen und Prüfer enthalten. Das Prüfbuch ist Bestandteil der Anlagenakte und dokumentiert die Einhaltung der Prüfpflichten. |
Erläuterung
Das Prüfbuch dient als Nachweis, dass alle elektrischen Anlagen und Betriebsmittel regelmäßig geprüft werden. Es enthält die historisch lückenlose Dokumentation von Prüfungen, Wartungen und durchgeführten Maßnahmen und ermöglicht dadurch eine lückenlose Nachvollziehbarkeit für Aufsichtsbehörden. Für den Facility Manager ist es ein unverzichtbares Instrument, um die gesetzlichen Prüffristen einzuhalten und die Sicherheit der Anlagen nachzuweisen.
Softwaredokumentation – Elektrische Systeme und Gebäudeautomation
| Feld | Inhalt |
|---|---|
| Dokumenttitel/-typ | Softwaredokumentation Gebäudeautomation |
| Zweck & Geltungsbereich | Beschreibung der installierten Software, Programmlogik, Kommunikationsstrukturen und Versionsstände der Gebäudeautomationssysteme; Grundlage für Betrieb, Wartung und Updates. |
| Relevante Regelwerke/Normen | DIN 18382 (VOB/C ATV); VDI 6026 (Dokumentation in der Technischen Gebäudeausrüstung). |
| Schlüsselelemente | • Beschreibung der Funktionslogik und Steuerungsprogramme |
| Verantwortlich | Auftragnehmer / Systemintegrator |
| Praxis‑Hinweise | Die Richtlinie VDI 6026 fordert, dass Art und Umfang der FM relevanten Unterlagen im Vertrag festgelegt und über den gesamten Lebenszyklus aktuell gehalten werden. Eine gepflegte Softwaredokumentation ermöglicht die Nachverfolgung von Änderungen und die rasche Wiederherstellung bei Systemausfall. |
Erläuterung
Die Softwaredokumentation beschreibt alle softwarebasierten Komponenten der Gebäudeautomation. Sie stellt sicher, dass Programmstände, Regelalgorithmen und Kommunikationsschnittstellen transparent dokumentiert sind. VDI 6026 betont, dass die Dokumentation den aktuellen Stand ausweisen und über den gesamten Lebenszyklus gepflegt werden muss. Für den Facility Manager ist die Softwaredokumentation ein zentrales Werkzeug zur Wartung, zum Fehlermanagement und für zukünftige Systemerweiterungen.
Schaltpläne und Stromlaufpläne (nach VDE 0040‑1 / DIN EN 61082‑1)
| Feld | Inhalt |
|---|---|
| Dokumenttitel/-typ | Stromlaufplan / Schaltplan der Steuerungssysteme |
| Zweck & Geltungsbereich | Darstellung der elektrischen Verbindungen, Steuerkreise und Schutzmaßnahmen in Schaltschränken und Automationssystemen. |
| Relevante Regelwerke/Normen | VDE 0040 1 (DIN EN 61082 1); DIN EN 81346 2; VDI 6026. |
| Schlüsselelemente | • Vollständige Stromlauf und Steuerstrompläne |
| Verantwortlich | Planer / Errichter / Prüfer |
| Praxis‑Hinweise | Stromlaufpläne sind Bestandteil der Bestands und Revisionsunterlagen. VDI 6026 stellt klar, dass die Unterlagen für alle Beteiligten (Planer, Ausführende, Betreiber) inhaltlich vollständig und verständlich sein müssen. Die Pläne dienen der Fehlersuche, Wartung und Wiederherstellung der Anlage. |
Erläuterung
Stromlauf- und Schaltpläne nach VDE 0040‑1 / DIN EN 61082‑1 zeigen alle elektrischen Verbindungen und Schutzmaßnahmen der Steuerungssysteme. Sie sind für Wartung, Inspektion und Nachrüstungen unverzichtbar, da sie die gesamte Systemstruktur abbilden. Gemäß VDI 6026 sollen die Unterlagen die Schnittstellen zwischen den beteiligten Gewerken aufzeigen und unabhängig vom Gewerk allgemeingültig gestaltet werden. Im Facility Management werden die Pläne in der Anlagenakte verwaltet und bilden die Grundlage für den sicheren Betrieb.
Schaltpläne gemäß DIN EN 61082‑1 (LPH 7: Ausführungsplanung)
| Feld | Inhalt |
|---|---|
| Dokumenttitel/-typ | Schaltpläne nach DIN EN 61082 1 (Ausführungsplanung) |
| Zweck & Geltungsbereich | Erstellung der endgültigen, geprüften Stromlauf und Funktionspläne im Rahmen der Installationsplanung. |
| Relevante Regelwerke/Normen | DIN 18386 (VOB/C ATV); VDE 0040 1 (DIN EN 61082 1); VDI 6026. |
| Schlüsselelemente | • Detaillierte Leitungs und Klemmenpläne |
| Verantwortlich | Fachplaner / Installationsbetrieb |
| Praxis‑Hinweise | Nach Fertigstellung sind die Pläne als Revisionsunterlagen zu archivieren. VDI 6026 fordert die frühzeitige Einbindung des FM Planers und die Abstimmung der Dokumentationsanforderungen in den frühen Planungsphasen. Die Pläne dienen als Grundlage für Betriebs und Instandhaltungsdokumentation. |
Erläuterung
Die Ausführungs‑Schaltpläne dokumentieren den finalen Stand der elektrischen Installation. Sie enthalten alle relevanten Leitungswege, Klemmenpläne und Zuordnungen von Steuerkomponenten. Durch die Einbindung des Facility‑Managements in die Planungsphase können Schnittstellen, Anforderungsprofile und Dokumentationsanforderungen frühzeitig festgelegt werden. Im Betrieb sind die Revisionspläne eine Voraussetzung für technische Änderungen, Nachrüstungen und für ein effizientes Instandhaltungsmanagement.
Stromlaufplan nach DIN EN 61082‑1 (VDE 0040‑1)
| Feld | Inhalt |
|---|---|
| Dokumenttitel/-typ | Stromlaufplan – LPH 8 (Ausführungsstand) |
| Zweck & Geltungsbereich | Darstellung der elektrischen Verbindungen und Signalflüsse innerhalb der Gebäudeautomation und der Steuerungsschränke. |
| Relevante Regelwerke/Normen | DIN 18386 (VOB/C ATV), VDE 0040 1 (DIN EN 61082 1) |
| Schlüsselelemente | Schaltkreise; Steuer und Energieversorgung; Kennzeichnung von Geräten und Klemmen; Funktions und Signalfluss; Sicherheits und Schutzmaßnahmen (z. B. Fehlerstromschutzschalter, Leitungsschutzschalter, Erdung); Dokumentation nach der Struktur der VDI 6026 |
| Verantwortlich | Auftragnehmer/Elektroinstallateur/Systemintegrator |
| Praxis‑Hinweise | Pflichtbestandteil der Übergabedokumentation; Grundlage für Betrieb, Fehlersuche und DGUV Prüfungen |
Erläuterung
Der Stromlaufplan ist das zentrale technische Dokument zum Nachweis der elektrischen Funktion und Sicherheit. Er zeigt die Zusammenhänge zwischen den Betriebsmitteln und enthält deren Kennzeichnung. Die DIN EN 61082‑1 regelt die Platzierung der Referenzkennzeichen im Schaltplan, z. B. links von Symbolen mit überwiegend vertikalen Anschlusslinien. Im Facility Management dient der Stromlaufplan der Nachvollziehbarkeit von Schaltungen, der Störungsanalyse und der Wartungskoordination. Er ist für die Durchführung von Prüfungen nach DGUV V3 und VDE 0701/0702 unverzichtbar.
Teileliste – LPH 7+ (Montageplanung) / LPH 8 (Ausführungsstand)
| Feld | Inhalt |
|---|---|
| Dokumenttitel/-typ | Teileliste – LPH 7+ (Montageplanung) / LPH 8 (Ausführungsstand) |
| Zweck & Geltungsbereich | Übersicht aller verbauten elektrischen und steuerungstechnischen Komponenten. |
| Relevante Regelwerke/Normen | DIN 18386 (VOB/C ATV) |
| Schlüsselelemente | Komponententyp und Hersteller; Artikelnummern und technische Daten; Anzahl, Standort und Schrankzuordnung; Seriennummern und Wartungsempfehlungen |
| Verantwortlich | Errichter/Auftragnehmer GA |
| Praxis Hinweise | Grundlage für Ersatzteilmanagement, Instandhaltung und Anlagenbewertung; Bestandteil der Anlagendokumentation |
Erläuterung
Die Teileliste dient als Verzeichnis sämtlicher im Steuerungs‑ und Automationssystem verbauten Komponenten. Die Betriebsmittel werden mit Betriebsmittelkennzeichen gekennzeichnet und im Stromlaufplan eingetragen. Diese eindeutige Kennzeichnung ermöglicht eine eindeutige Zuordnung in der Teileliste und erleichtert die Ersatzteilbeschaffung, Instandhaltung und die Sicherstellung der Betriebssicherheit. Für das Facility Management bildet die Teileliste die Basis für Lagerhaltung, Wartungsplanung und Lebenszyklusmanagement der technischen Komponenten.
Übersichtsplan – Gebäudeautomation
| Feld | Inhalt |
|---|---|
| Dokumenttitel/-typ | Übersichtsplan – LPH 7+ (Montageplanung) / LPH 8 (Ausführung) |
| Zweck & Geltungsbereich | Schematische Darstellung der räumlichen und funktionalen Anordnung der GA Komponenten und Systeme. |
| Relevante Regelwerke/Normen | DIN 18386 (VOB/C ATV) |
| Schlüsselelemente | Gebäudeübersicht mit GA Unterstationen; Kommunikationsverbindungen (Bus, Ethernet, BACnet); Signalflüsse zwischen Feld und Managementebene; GA Systemtopologie |
| Verantwortlich | Fachplaner/Errichter GA |
| Praxis‑Hinweise | Grundlage für Betrieb, Service und Störungsbehebung; Pflichtbestandteil der Revisionsunterlagen nach VDI 6026 1 |
Erläuterung
Der Übersichtsplan veranschaulicht die Struktur und die Verknüpfungen der GA‑Systeme. Er ermöglicht dem Facility Management eine schnelle Systemdiagnose und unterstützt die Integration in CAFM‑ und BIM‑Systeme. Die VDI 6026 stellt klar, dass die Dokumentationsunterlagen zwischen den Beteiligten eindeutig benannt werden und eine frühzeitige Implementierung der Richtlinie Konflikte vermeidet. Auf dieser Grundlage bildet der Übersichtsplan ein wichtiges Instrument für die Inbetriebnahme, den sicheren Betrieb und die Schulung des Betriebspersonals.
Übersichts‑Stromlaufplan
| Feld | Inhalt |
|---|---|
| Dokumenttitel/-typ | Übersichts Schaltplan |
| Zweck & Geltungsbereich | Vereinfachte Übersicht über die Hauptstromkreise und Systemverbindungen zur schnellen Orientierung. |
| Relevante Regelwerke/Normen | VDE 0040 1 (DIN EN 61082 1) |
| Schlüsselelemente | Hauptverteilungen und Einspeisungen; Hauptschalter, Schutzorgane, Netzumschalter; Überspannungsschutzsysteme; zentrale Kommunikationsschnittstellen |
| Verantwortlich | Elektroplaner/Errichter |
| Praxis‑Hinweise | Einstiegsdokument für Inbetriebnahme, Schulung und Wartung; muss mit Revisionsstand gepflegt werden |
Erläuterung
Der Übersichts‑Schaltplan vermittelt einen schnellen Überblick über das elektrische Gesamtsystem und erleichtert die Einordnung der Hauptstromkreise, Einspeisungen und Schutzorgane. Er dient als Einstieg für die Inbetriebnahme, die Unterweisung des Personals und die technische Inspektion. Mit Blick auf die Anforderungen der VDE 0040‑1 und der DGUV‑Vorschriften bildet der Überblicksplan einen wichtigen Bestandteil der Revisionsunterlagen.
Arbeitsanweisung für Arbeiten unter Spannung
| Feld | Inhalt |
|---|---|
| Dokumenttitel/-typ | Arbeitsanweisung „Arbeiten unter Spannung“ |
| Zweck & Geltungsbereich | Beschreibung der Sicherheitsmaßnahmen und der Arbeitsfreigabe für Tätigkeiten an spannungsführenden Anlagen. |
| Relevante Regelwerke/Normen | DGUV Regel 103 011 |
| Schlüsselelemente | Qualifikation und Schulungspflicht; persönliche Schutzausrüstung (Schutzhelm, Handschuhe, isolierende Werkzeuge); Arbeitsfreigabe und Kontrollverfahren; Dokumentation von Arbeitsabläufen |
| Verantwortlich | Arbeitgeber/Unternehmer |
| Praxis‑Hinweise | Bestandteil der elektrotechnischen Sicherheitsorganisation; wird vor Ort aufbewahrt und regelmäßig aktualisiert |
Erläuterung
Die DGUV‑Regel 103‑011 konkretisiert die Anforderungen für Arbeiten unter Spannung und betont, dass solche Arbeiten nur durchgeführt werden dürfen, wenn die Sicherheit und der Gesundheitsschutz aller Beteiligten gewährleistet sind. Sie fordert die Auswahl geeigneter Arbeitsverfahren und gut ausgebildetes Personal. Die Arbeitsanweisung legt die Qualifikation der ausführenden Personen fest und definiert die Verwendung zugelassener Werkzeuge und Schutzausrüstung. Der DGUV‑Leitfaden fordert, dass nur im PSA‑Katalog freigegebene Schutzausrüstung verwendet wird und diese vor jeder Nutzung auf Mängel zu prüfen ist. Darüber hinaus sieht die Regel wiederkehrende Prüfungen von isolierender Schutzkleidung und Werkzeugen vor. Im Facility Management dient die Arbeitsanweisung der Gefährdungsprävention, der Haftungsreduzierung und als Nachweis gegenüber Aufsichtsbehörden.
Protokoll zur Vorbereitung komplexer elektrischer Arbeiten
| Feld | Inhalt |
|---|---|
| Dokumenttitel/-typ | Arbeitsvorbereitungs /Freigabeprotokoll |
| Zweck & Geltungsbereich | Dokumentation der Arbeitsfreigabe, der Verantwortlichkeiten und der Sicherheitsmaßnahmen bei komplexen Arbeiten. |
| Relevante Regelwerke/Normen | VDE 0105 100 |
| Schlüsselelemente | Beschreibung der Arbeiten und Gefährdungsbeurteilung; Festlegung der Sicherheitsmaßnahmen; Freigabe durch die verantwortliche Elektrofachkraft (VEFK); Prüfergebnisse vor Arbeitsbeginn |
| Verantwortlich | Werkstattleiter/Elektromeister |
| Praxis‑Hinweise | Pflichtdokument vor Ausführung größerer Wartungs oder Änderungsarbeiten; Bestandteil der Arbeitsschutzdokumentation |
Erläuterung
Die Norm DIN VDE 0105‑100 gilt für Anlagen aller Spannungsebenen und für alle Arbeiten an, mit oder in der Nähe von elektrischen Anlagen. Sie legt die fünf Sicherheitsregeln für Arbeiten an elektrischen Anlagen (Freischalten, Gegen Wiedereinschalten sichern, Spannungsfreiheit feststellen, Erden und kurzschließen, benachbarte unter Spannung stehende Teile abdecken oder abschranken) sowie die Notwendigkeit von Notfallmaßnahmen fest. Die Norm fordert regelmäßige Prüfungen bestehend aus Sichtprüfung, Messungen und Funktionsprüfungen und schreibt hierfür ein Prüfprotokoll vor; Prüfungen dürfen nur von Elektrofachkräften mit Kenntnissen vergleichbarer Anlagen durchgeführt werden. Ein Arbeitsvorbereitungsprotokoll dokumentiert die Gefährdungsbeurteilung, die festgelegten Sicherheitsmaßnahmen und die Freigabe durch die VEFK. Im Facility Management dient es als internes Freigabedokument, das die Organisation von Verantwortung gemäß DIN VDE 0105‑100 widerspiegelt.
Prüf‑ und Nachweisdokumente
| Feld | Inhalt |
|---|---|
| Dokumenttitel/-typ | Prüfprotokoll nach Inbetriebnahme (elektrische Betriebsmittel) |
| Zweck & Geltungsbereich | Nachweis der ordnungsgemäßen Prüfung und Funktionsfähigkeit von Steuerungsanlagen und GA Systemen. |
| Relevante Regelwerke/Normen | DGUV Vorschrift 3, DGUV Information 203 070/ 071, VDE 0701/0702, VDE 0105 100 |
| Schlüsselelemente | Prüfergebnisse (Sichtprüfung, Isolationsmessung, Funktionsprüfung); Messgeräte und Kalibrierung; Prüfdatum und Unterschrift; Fristen für Wiederholungsprüfungen |
| Verantwortlich | Elektrofachkraft/Prüforganisation |
| Praxis‑Hinweise | Pflichtdokument für Betreiber elektrischer Anlagen nach § 14 BetrSichV; Grundlage für Wiederholungsprüfungen |
Erläuterung
Elektrische Betriebsmittel im Sinne der DGUV‑Vorschriften sind alle Gegenstände, die dem Anwenden elektrischer Energie oder dem Übertragen und Verarbeiten von Informationen dienen; auch Schutz‑ und Hilfsmittel werden den Betriebsmitteln gleichgestellt. Die DGUV‑Information 203‑071 betont die Verantwortung des Unternehmers, dass elektrische Anlagen und Betriebsmittel nur in ordnungsgemäßem Zustand in Betrieb genommen und durch wiederkehrende Prüfungen in diesem Zustand erhalten werden. Die Information gibt Hinweise zur Organisation der Prüfungen, zur Festlegung angemessener Prüffristen und zur Erstellung einer sachgerechten Dokumentation. Der Anwendungsbereich umfasst sowohl ortsveränderliche als auch ortsfeste Betriebsmittel. Die DIN VDE 0105‑100 fordert, dass wiederkehrende Prüfungen Gefahren durch Umbau, Verschleiß oder Umwelteinflüsse aufdecken sollen; die Prüfungen bestehen aus Sichtprüfung, Messungen und Funktionsprüfungen und müssen durch ein Prüfprotokoll dokumentiert werden. VDE 0701 definiert das Verfahren zur Überprüfung der Wirksamkeit der Schutzmaßnahmen nach einer Reparatur, während VDE 0702 die Wiederholungsprüfung elektrischer Geräte regelt; eine fachkundige Person kann durch diese Prüfungen fehlende Schutzleiter und andere technische Mängel erkennen. Nach BetrSichV § 14 muss der Arbeitgeber Arbeitsmittel, deren Sicherheit von der Montage abhängt, vor der ersten Verwendung prüfen lassen. Die Prüfintervalle liegen je nach Gefährdung zwischen 12 und 48 Monaten und richten sich nach DGUV V3 und VDE 0701/0702. Jeder Prüfling benötigt ein eigenes Prüfprotokoll, das Messwerte, Prüfdatum, Prüfer und Wiedervorlagedatum dokumentiert.
Anschlussplan nach DIN EN 61082‑1 (VDE 0040‑1)
| Feld | Inhalt |
|---|---|
| Dokumenttitel/-typ | Anschlussplan (Connection Diagram) nach DIN EN 61082 1 |
| Zweck & Geltungsbereich | Darstellung der elektrischen Verbindungen und Verdrahtung der Automationskomponenten innerhalb von Steuer und Schaltschränken; legt fest, wie Klemmen, Leiter, Sicherungen, Sensoren, Aktoren und Automationsmodule verbunden sind. |
| Relevante Regelwerke/Normen | DIN EN 61082 1 (VDE 0040 1), DIN 18386 (VOB/C ATV), VDI 6026 1 |
| Schlüsselelemente | • Schalt , Steuer und Anschlussbilder |
| Verantwortlich | Auftragnehmer/Errichter (Gebäudeautomation, Elektrotechnik) |
| Praxis‑Hinweise | Pflichtdokument nach DIN 18386 für Abnahme und Betrieb; im Facility Management wird der Plan für Fehlersuche, Wartung und die elektrische Sicherheitsprüfung (DGUV V3) genutzt; eine deutliche Kennzeichnung der Anschlussklemmen gemäß DIN EN 61082 1 erleichtert spätere Erweiterungen und garantiert eine nachvollziehbare Verdrahtung. |
Erläuterung
Der Anschlussplan gemäß DIN EN 61082‑1 (VDE 0040‑1) legt Regeln für die Darstellung von elektrischen Verbindungen fest. Dazu gehören die Positionierung von Betriebsmittelkennzeichen und Leitungsbezeichnungen sowie die eindeutige Zuordnung von Klemmen. Im Facility‑Management ermöglicht der Anschlussplan die technische Betriebssicherheit. Er bildet die Grundlage für die gesetzlich vorgeschriebenen Prüfungen nach DGUV V3 und erleichtert die Fehlersuche sowie Erweiterungen in Automationsschränken. Durch eine vollständige Dokumentation aller Leitungen und Geräte kann das Wartungspersonal problemlos Änderungen nachverfolgen und Gefährdungen durch fehlerhafte Verdrahtung ausschließen.
Wartungsanweisung – Gebäudeautomation
| Feld | Inhalt |
|---|---|
| Dokumenttitel/-typ | Wartungsanweisung für Gebäudeautomationssysteme |
| Zweck & Geltungsbereich | Definiert Art, Umfang und Intervalle der Wartungsmaßnahmen an Automationskomponenten, Steuerungen, Sensorik und Aktorik; beschreibt die Aufgaben zur Sicherstellung der Funktionsfähigkeit und Energieeffizienz der Gebäudeautomation während der Nutzungsphase. |
| Relevante Regelwerke/Normen | DIN 18386 (VOB/C ATV), VDI 3814 6, VDI 6026 1; ergänzend DIN 31051 (Grundlagen der Instandhaltung) und EN 13306 (Instandhaltungsbegriffe). |
| Schlüsselelemente | • Wartungsintervalle und -inhalte (Inspektion, Wartung, Instandsetzung) |
| Verantwortlich | Auftragnehmer/Fachfirma für Gebäudeautomation; Koordination durch Facility Manager |
| Praxis‑Hinweise | Die Wartungsanweisung ist Teil der Betreiberdokumentation und dient im Facility Management der Planung und Nachweisführung von Wartungsverträgen. Sie unterstützt die Einhaltung der Betreiberpflichten gemäß Betriebssicherheitsverordnung und DGUV V3: elektrische Anlagen müssen vor Inbetriebnahme und nach Änderungen von einer Elektrofachkraft geprüft werden. |
Erläuterung
Die Wartungsanweisung definiert sämtliche Instandhaltungsmaßnahmen im Lebenszyklus der Gebäudeautomation. Nach DIN 18386 und VDI 3814‑6 sind neben der Wartung auch Inspektion, Instandsetzung und Verbesserung zu berücksichtigen. EN 13306 und DIN 31051 definieren die Instandhaltung als Summe technischer und administrativer Maßnahmen zur Erhaltung des funktionsfähigen Zustands. Für die Planung der Intervalle sind die Herstellerangaben, technische Nutzung und gesetzliche Vorgaben (z. B. DGUV V3‑Prüfung von Schutzgeräten) heranzuziehen. Eine vollständige Wartungsanweisung trägt zur Sicherheit, Energieeffizienz und Rechtssicherheit bei und stellt sicher, dass Wartungsarbeiten nachvollziehbar dokumentiert werden.
Zusammenstellung der Sollwerte, Grenzwerte und Betriebszeiten – LPH 5 (Planungsstand)
| Feld | Inhalt |
|---|---|
| Dokumenttitel/-typ | Zusammenstellung der Sollwerte, Grenzwerte und Betriebszeiten (Planungsstand LPH 5) |
| Zweck & Geltungsbereich | Dokumentiert die geplanten Regelungsparameter für Automationssysteme in der Ausführungsplanung gemäß Leistungsphase 5 der HOAI; dient als Vorgabe für die spätere Parametrierung und als Prüfgrundlage im Rahmen der Funktions und Leistungsbeschreibung. |
| Relevante Regelwerke/Normen | DIN 18386 (VOB/C ATV), VDI 3814 6; ergänzend AMEV Empfehlungen zu Parameterlisten für Gebäudeautomation. |
| Schlüsselelemente | • Sollwerte für Temperatur, Feuchte, Luftqualität und Druck |
| Verantwortlich | TGA Fachplaner (Planer der technischen Gebäudeausrüstung) |
| Praxis‑Hinweise | Dient als Grundlage für die Parametrierung und Funktionsprüfung in der Inbetriebnahmephase (LPH 8). Abweichungen zwischen Plan und Betriebszustand werden im Soll Ist Abgleich dokumentiert. |
Erläuterung
In der Planungsphase (Leistungsphase 5) werden alle wesentlichen regelungstechnischen Vorgaben festgelegt. Dazu gehören Soll‑ und Grenzwerte für Klima‑ und Sicherheitsfunktionen sowie die vorgesehenen Betriebszeiten der Anlagen. Die AMEV‑Empfehlungen zur Gebäudeautomation fordern Parameterlisten, in denen Sollwerte, Grenzwerte und Betriebszeiten je Funktionsgruppe zusammengefasst werden. Diese Listen dienen später als Referenz für die Parametrierung und als Nachweis gegenüber dem Bauherrn. Das Facility‑Management nutzt sie, um den späteren Betrieb mit dem ursprünglich geplanten Zustand zu vergleichen und Anpassungen zu begründen.
Zusammenstellung der Sollwerte, Grenzwerte und Betriebszeiten – LPH 8 (Ausführungsstand)
| Feld | Inhalt |
|---|---|
| Dokumenttitel/-typ | Zusammenstellung der Sollwerte, Grenzwerte und Betriebszeiten (Ausführungsstand LPH 8) |
| Zweck & Geltungsbereich | Endgültige Festlegung der tatsächlichen Regelungs und Betriebsparameter nach Inbetriebnahme; dokumentiert die im Betrieb eingestellten Sollwerte und Grenzwerte sowie alle Änderungen gegenüber dem Planungsstand. |
| Relevante Regelwerke/Normen | DIN 18386 (VOB/C ATV), VDI 3814 6, VDI 6026 1; AMEV Empfehlungen zu Betriebsunterlagen. |
| Schlüsselelemente | • Final eingestellte Regelparameter (Temperaturen, Luftqualitäts und Drucksollwerte) |
| Verantwortlich | Errichter/Auftragnehmer (Gebäudeautomation) in Abstimmung mit dem Facility Manager |
| Praxis‑Hinweise | Bestandteil der Übergabedokumentation; dient dem Facility Management als Grundlage für Betriebsoptimierung, Energiecontrolling und Fehlerdiagnose. Änderungen sind im Änderungsdienst zu dokumentieren (Revisionsstand) gemäß VDI 6026 1. |
Erläuterung
Nach Abschluss der Inbetriebnahme (Leistungsphase 8) müssen die tatsächlichen Regelungs‑ und Grenzwerte dokumentiert werden, da sie von den Planwerten abweichen können. Die AMEV‑Empfehlungen fordern für die Betriebsunterlagen eine Liste mit Parametern, Soll‑ und Grenzwerten sowie Betriebszeiten für jede Anlage. Diese Angaben bilden im Facility‑Management die Basis für Systemoptimierung, Energieeffizienzbewertung und Fehlerdiagnose. Durch die fortlaufende Dokumentation von Änderungen bleibt der Betrieb transparent und revisionssicher.
GA‑Dokumentation nach VDI 6026‑1
| Feld | Inhalt |
|---|---|
| Dokumenttitel/-typ | GA Dokumentation nach VDI 6026 1 |
| Zweck & Geltungsbereich | Einheitliche Strukturierung, Archivierung und Vollständigkeitsprüfung der technischen Dokumentation für das Gewerk Gebäudeautomation; dient als Masterstruktur für Planung, Montage, Betrieb und Instandhaltung. |
| Relevante Regelwerke/Normen | VDI 6026 1, DIN 18386, VDI 3814 6 |
| Schlüsselelemente | • Dokumentenklassifizierung (Planungsunterlagen, Montageunterlagen, Betriebs und Wartungsunterlagen) |
| Verantwortlich | Auftragnehmer/Planer; Übergabe an den Facility Manager zur Archivierung im CAFM System |
| Praxis‑Hinweise | Pflichtbestandteil der Projektübergabe. Die VDI 6026 1 definiert den Umfang der technischen Dokumentation und stellt sicher, dass jede Projektphase auf der vorherigen aufbaut und vollständig ist. Im Facility Management bildet sie die Grundlage für Wartung, Nachrüstung und Auditierungen. |
Erläuterung
Die VDI‑Richtlinie 6026‑1 beschreibt eine einheitliche Struktur und Qualität der Dokumentation in Projekten der technischen Gebäudeausrüstung. Sie schafft verbindliche Vorgaben für Inhalt, Umfang und Ablage der Dokumente und orientiert sich an VOB und HOAI. Jede Projektphase (Planung, Ausführung, Betrieb) baut auf der dokumentierten Arbeit der vorherigen Phase auf. Für das Facility‑Management ist die GA‑Dokumentation die zentrale Informationsquelle: Sie ermöglicht den revisionssicheren Nachweis von Änderungen, erleichtert die Integration in CAFM‑Systeme und gewährleistet die Vollständigkeit der Unterlagen bei Audits oder Behördenprüfungen.
Bedienungs‑ und Sicherheitsanweisung für elektrische Geräte
| Feld | Inhalt |
|---|---|
| Dokumenttitel/-typ | Bedienungs und Sicherheitsanweisung für elektrische Komponenten in Schaltschränken |
| Zweck & Geltungsbereich | Schützt Betreiber und Wartungspersonal vor Gefahren durch elektrische Spannung und Fehlbedienung; regelt die sichere Installation, den bestimmungsgemäßen Betrieb und die Instandhaltung der Komponenten. |
| Relevante Regelwerke/Normen | EU Richtlinie 2014/35/EU (Niederspannungsrichtlinie), 1. ProdSV (deutsche Umsetzung), ggf. DIN VDE 0100 ff. |
| Schlüsselelemente | • Sicherheits und Warnhinweise (Berührungsschutz, Abschalten vor Arbeiten) |
| Verantwortlich | Hersteller/Lieferant; Ergänzung und Freigabe durch den Errichter |
| Praxis‑Hinweise | Pflichtdokumentation gemäß Niederspannungsrichtlinie: elektrische Geräte dürfen nur in Verkehr gebracht werden, wenn sie bei ordnungsgemäßer Installation und Wartung keine Gefahr darstellen und eine CE Kennzeichnung besitzen. Im Facility Management werden diese Anweisungen in Gefährdungsbeurteilungen, Unterweisungen und DGUV Prüfungen verwendet. |
Erläuterung
Die Niederspannungsrichtlinie 2014/35/EU und ihre deutsche Umsetzung (1. ProdSV) verlangen, dass Hersteller und Lieferanten Bedienungs‑ und Sicherheitsanweisungen bereitstellen, die Informationen über Montage, Betrieb, Wartung und Entsorgung enthalten. Die Anweisungen müssen das CE‑Zeichen und eine Konformitätserklärung einschließen, um die Einhaltung der Sicherheitsanforderungen zu belegen. Im Facility‑Management dienen diese Unterlagen als Grundlage für die Gefährdungsbeurteilung, die Schulung des Wartungspersonals und die Umsetzung von DGUV‑Vorschriften. Sie stellen sicher, dass elektrische Betriebsmittel nur von qualifizierten Personen installiert, betrieben und gewartet werden.
