Meldung ist noch kein Management
Tausende Meldungen erzeugen keine Betriebssicherheit. Alarmmanagement beginnt mit der Frage, welche Ereignisse tatsächlich eine Reaktion benötigen. Meldungen werden deshalb nach Kritikalität, Dringlichkeit und betrieblicher Auswirkung klassifiziert.
Alarmmanagement für sichere und zuverlässige MSR-Anlagen
Ursache statt Symptom
Folgealarme können eine einzige Primärstörung vervielfachen. Eine gute Automationsstrategie unterdrückt unnötige Folgeinformationen oder ordnet sie der primären Ursache zu.
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| kritisch | sofortige Eskalation |
| hoch | kurzfristige Bearbeitung |
| mittel | Bearbeitung im Tagesbetrieb |
| niedrig | Sammelbearbeitung |
| Information | Dokumentation ohne Intervention |
Alarmfluten vermeiden
Totzeiten, Hysteresen, Plausibilitätsregeln und intelligente Abhängigkeiten verhindern Flattermeldungen und Alarmkaskaden. Eine hohe Alarmzahl ist häufig ein Qualitätsmangel der Automation.
Service Desk integrieren
Relevante Meldungen sollten strukturiert in das Störungsmanagement überführt werden. Dabei müssen Anlage, ASP, Ort, Fehlerklasse, Zeitstempel und verfügbare Diagnoseinformationen eindeutig übertragen werden.
Alarmqualität messen
Kennzahlen wie Wiederholungsalarme, dauerhaft aktive Alarme, durchschnittliche Quittierzeit und Anteil nicht handlungsrelevanter Meldungen machen die Qualität des Alarmmanagements transparent.