Ohne Dokumentation kein beherrschbarer Betrieb
Automationssysteme verändern sich laufend. Schon kleinere Umbauten können Datenpunkte, Programme, Netzwerkadressen und Schaltunterlagen betreffen. Dokumentation muss deshalb Bestandteil des Änderungsprozesses sein.
Dokumentation und Kennzeichnung technischer Automationssysteme
Ein ASP – ein nachvollziehbarer Datensatz
Für jeden Automationsschwerpunkt sollte ein definierter Dokumentationssatz vorhanden sein. Dazu gehören insbesondere Schaltpläne, Datenpunktlisten, Netzwerkpläne, Schnittstellenbeschreibungen und Regelungsbeschreibungen.
|
| ASP-Stammdaten | Standort, ID, Zuständigkeit |
| Übersichtsschema | Anlagen und Beziehungen |
| Stromlaufplan | elektrische Zuordnung |
| Klemmenplan | Feldanschlüsse |
| Datenpunktliste | I/O und Kommunikationspunkte |
| Netzwerkplan | Topologie und Komponenten |
| Funktionsbeschreibung | Regel- und Steuerlogik |
| Softwarestand | Version und Datum |
| Backup | Speicherort und Prüfnachweis |
| Änderungsjournal | nachvollziehbare Historie |
Kennzeichnung durchgängig gestalten
Kennzeichnungen müssen vom Feldgerät über Kabel und Klemme bis zum Datenpunkt und GLT-Objekt zusammenpassen. Nur so wird eine Störung vom Bildschirm bis zur physischen Komponente eindeutig verfolgbar.
Soll und Ist synchronisieren
Dokumente dürfen nicht erst zum Projektabschluss aktualisiert werden. Änderungen werden mit der technischen Umsetzung abgeschlossen – einschließlich Software, Datenpunktliste und Bestandsunterlagen.
Dokumentation wird Betriebsdatenmodell
Die ASP-Struktur kann damit zum verbindenden Schlüssel zwischen GA, CAFM, Instandhaltung, Energiemanagement und technischer Dokumentation werden.